Erdgassuche ohne Fracking

"Hamm-Nord" statt "Donar": HammGas beantragt Erlaubnisfeld erneut

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Hamm - Das Unternehmen HammGas hat bei der landesweit für Bergbau zuständigen Bezirksreregierung Arnsberg beantragt, ihr für das wegen Fristablauf erloschene Suchfeld Donar eine erneute Erlaubnis zu erteilen.

Wie die Bezirksregierung am Dienstag mitteilte, ist das jetzt unter dem Begriff "Hamm-Nord" beantragte Feld ist deckungsgleich mit dem kürzlich wegen Fristablauf erloschenen Erlaubnisfeld "Donar", dessen Inhaber HammGas, Minegas und Mingas-Power die bisherige Aufsuchungstätigkeit nicht mehr gemeinsam fortsetzen wollen. Das beantragte Erlaubnisfeld "Hamm-Nord" liegt in den Kreisen Coesfeld und Warendorf. Das Erlaubnisfeld überdeckt Teile der Städte Drensteinfurt und Hamm sowie der Gemeinde Ascheberg.

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Verzicht auf Fracking zugesichert

Die HammGas habe unabhängig von dem neuen gesetzlichen Frackingverbot zusätzlich rechtsverbindlich zugesagt, bei den geplanten Aufsuchungsarbeiten und sich eventuell anschließenden Gewinnungstätigkeiten auf das umstrittene Fracking zu verzichten. Die Bezirksregierung Arnsberg wird zu dem Antrag eine Behördenbeteiligung durchführen und gleichzeitig alle berührten Kommunen und Kreise informieren, damit die danach mitgeteilten Sachverhalte bei der Entscheidung über das beantragte Erlaubnisfeld umfassend berücksichtigt werden können.

HammGas - was ist das eigentlich?

Noch keine konkrete Suche gestattet

Eine Aufsuchungserlaubnis gestattet dem Inhaber nicht, eine Erkundungsbohrung oder andere Arbeiten in der Örtlichkeit durchzuführen. Dafür sind gesonderte Anträge erforderlich. Die Erlaubnis dient lediglich dem Konkurrenzschutz und klärt nur grundsätzlich, wer in diesem Gebiet Anträge auf Durchführung konkreter Aufsuchungsmaßnahmen stellen darf.

HammGas beginnt Aufsuchungsbohrung in Nordick

So wären Erkundungsbohrungen erst nach weiteren Genehmigungsverfahren mit Beteiligung von Kommunen und Behörden sowie betroffener Bürger durchzuführen. Anträge für solche konkreten Suchmaßnahmen liegen der Bezirksregierung nicht vor.

In den Genehmigungsverfahren würden alle öffentlichen Belange und dabei insbesondere die Belange des Umwelt- und Grundwasserschutzes intensiv geprüft und berücksichtigt. Der Schutz der Trinkwassergewinnung habe dabei absolute Priorität.

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