Novum für Hunde-, Katzen und Pferdebesitzer

Bellos Impfpass im Handy: „Vetevo“ ist App mit Hammer Handschrift

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Die App für den Hund präsentieren hier Entwickler Felix Röllecke (Mitte), Hundehalterin Sarah Röckmann und Tierarzt Egbert Ostermann.

Für jede erfolgreiche Impfung erhält man einen Eintrag in den Impfpass. Das ist auch bei Tieren so. Ab März soll es den Impfpass für Bello und Mauzi auch in digitaler Form fürs Handy geben. Und zwar made in Hamm.

Hamm – Der aus Hamm stammende App-Entwickler Felix Röllecke (im September erst in der "Höhle der Löwen") hat mit Mareile Wölwer seine App „Vetevo“ mit neuen Funktionen ausgestattet. Tierhalter und auch -ärzte finden dies durchaus praktisch.

Wobei: Beim ersten Versuch ist Sarah Röckmann, Hundebesitzerin aus Hamm, noch skeptisch, was die App und ihre neuen Funktionen betrifft. Sie lässt sich gemeinsam mit Tierarzt Egbert Ostermann aus Hamm die neuen Funktionen von den App-Entwicklern erklären und fragt sich zunächst: „Ich kann die Impftermine genauso in meinem digitalen Kalender auf dem Handy speichern, wie auch alle Geburtstage. Dafür brauche ich keine zusätzliche App.“

Allerdings: Die Hundebesitzerin hatte schon das ein oder andere Mal den Impfpass ihres Hundes verlegt und musste dann nach der Impfung noch einmal zum Tierarzt fahren, um diese eintragen zu lassen. Ein lästiger Extraweg für den Papierkram. Doch nicht nur die Möglichkeit, darauf zu verzichten, überzeugte die anfangs skeptische Tierbesitzerin: „Da die App auf Papier verzichtet, ist sie umweltfreundlicher. Zudem finde ich es gut, dass beispielsweise beim positiven Test auf Würmer, Arzneimittel in der App vorgeschlagen werden und Tipps für den Umgang gegeben werden, wie zum Beispiel das Reinigen des Napfes.“

Tierarzt sieht positive Aspekte

Tierarzt Ostermann ist Vetevo gegenüber ebenfalls positiv gestimmt: „Es ergibt natürlich Sinn, auf das ganze Papier zu verzichten und dafür digital zu arbeiten.“ Denn es käme auch in seiner Praxis oft vor, dass Tierbesitzer den Impfausweis verlegten. Das Handy trage heute schließlich fast jeder bei sich. „Die App ersetzt aber nicht den EU-Ausweis des Tieres“, weist Ostermann auf einen wichtigen Punkt hin. Röllecke bestätigt dies; das sei ein Ziel, das die App-Entwickler noch versuchten umzusetzen.

„Ältere Generationen werden wir mit Vetevo zwar nicht erreichen, aber wir hoffen, dass Ärzte dadurch besser ausgelastet werden und Tierbesitzer ans Impfen erinnert werden“, sagt Röllecke. Rund 100 Ärzte aus Deutschland, davon 30 Ärzte aus NRW sind mittlerweile Kooperationspartner von Vetevo. „Das wollen wir natürlich noch ausweiten“, sagt App-Entwicklerin Wölwer.

Das kann die „Vetevo“-App:

Vetevo gibt es seit einem Jahr; die App ist kostenlos und speichert bisher Informationen des Tieres, wie das Geburtsdatum und das Gewicht. Zudem dient sie als Ratgeber, da sie unter anderem über Flöhe, Krankheiten und Ernährung für Tiere informiert. Genutzt werden kann die App bisher von Hunde-, Katzen- und Pferdebesitzern.

Ab März soll es Neuerungen geben: Tierbesitzer können sich an Impftermine oder Zeckenschutzmaßnahmen erinnern lassen. Zudem soll es bald möglich sein, Operationstermine mit Ärzten über die App zu vermitteln. Dort kann dann eingesehen werden, wann welche Medikamente vom Haustier eingenommen werden sollen.

Aktuell haben rund 30.000 Menschen die App heruntergeladen.

Hinter „Vetevo“ stehen Felix Röllecke und Mareile Wölwer. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin wurde erst 2017 gegründet und zählt, laut eigenen Angaben, zu Deutschlands führenden Online-Anbietern für die Gesundheit von Hunden, Pferden und Katzen.

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