Neuer Prozess um Fall in Hamm

Enttäuschte Sex-Hoffnung mit Salzsäure-Angriff gerächt

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Hamm/Dortmund - Mehr als fünf Jahre nach einem verhängnisvollen Attentat mit Salzsäure steht einer der beiden mutmaßlichen Täter zum zweiten Mal vor Gericht.

Der 48-Jährige aus dem fränkischen Eisingen wehrt sich in einer Berufungsverhandlung vor dem Dortmunder Landgericht gegen eine Bewährungsstrafe von mehr als einem Jahr. Er soll beteiligt gewesen sein an einem heimtückischen Anschlag mit Salzsäure, der eine völlig unbeteiligten Herringer fast das Augenlicht gekostet hat.

Ziel des Giftanschlags des Franken sowie eines am Hammer Amtsgericht mitangeklagten Bekannten war nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eine Frau aus Hamm, die mit einem der beiden Männer offenbar zeitweilig über einen Chat im Internet verbandelt war. Eventuelle Hoffnungen auf ein erotisches Abenteuer machte der Partner der Frau offenbar mit deutlichen Worten schnell zunichte.

Todesdrohungen gegen Paar und Hund

Der enttäuschte Franke soll daraufhin auf Rache gesonnen haben, das Hammer Paar und ihren Hund mit Todesdrohungen verfolgt haben. Zusammen mit einem Bekannten fuhr man dann mutmaßlich im November 2012 rund 400 Kilometer nach Hamm, ein Babyglas mit ätzender Salzsäure im Gepäck.

Dann kam es offenbar zu der fatalen Verwechslung: Zwei vermummte Männer klingelten an der falschen Tür, schütteten dem völlig unbeteiligten und ahnungslosen Nachbarn der Frau die Säure ins Gesicht. Das Opfer erlitt massive Augenverletzungen und wird womöglich dauerhaft sehbehindert bleiben.

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