Entscheidung über Tierheim wird am Dienstag gefällt

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Geht das Tierheim auf die Stadt über? Offenbar gibt es darüber unterschiedliche Auffassungen im Verein.

Hamm - Das Schicksal des Tierheims am Gallberger Weg wird sich sehr wahrscheinlich am Dienstagabend bei einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung entscheiden. Anders als bei der Versammlung am 15. April, ist die Öffentlichkeit dieses Mal ausgeschlossen.

Verhandelt wird hinter verschlossenen Türen. Der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Frank Bierkemper und Stellvertreterin sowie Tierheimleiterin Gerda Bierkemper waren am Montag für eine Stellungnahme gegenüber dem WA nicht zu erreichen.

Zur Abstimmung gestellt werden soll am Dienstagabend erneut der Vorschlag des Vorstands vom März dieses Jahres. Demnach sollte das Grundstück am Gallberger Weg mit dem darauf befindlichen Tierheim-Gebäude zu einem Festpreis von 50 000 Euro der Stadt Hamm überlassen werden. „Das Grundstück und das Gebäude des Tierheims sollen dem Tierpark übereignet und im Sinne des Tierschutzes weiter genutzt werden“, hieß es seinerzeit.

Nur mit dieser Zweckbindung zugunsten hilfsbedürftiger Tiere sollte die Übertragung an die Stadt Ende August erfolgen; die finanziellen Reserven des Tierschutzvereins reichten längstens bis Ende des Jahres. Diesen Vorschlag hatten die Mitglieder nach intensiver, mehrstündiger Diskussion verworfen und stattdessen eine Rettungsinitiative beschlossen.

Nach dem Vorbild der Initiative Hammer Eis eG sollten auch für das Tierheim neue Finanzquellen erschlossen werden. Nur wenige Wochen später war die Hoffnung wieder versiegt. Der Vorsitzende Frank Bierkemper hatte mitgeteilt, es sei kein tragfähiges Konzept zum Weiterbetrieb der Einrichtung in Eigenregie gefunden wurden. Deshalb habe die Rettungskommission einstimmig beschlossen, den alten Vorschlag wieder aufzunehmen und das Vereinsgelände mitsamt Bebauung der Stadt Hamm zu überlassen. Um seine Botschaft an die schon einmal nicht folgsamen Mitglieder zu untermauern, hatte Bierkemper seine weitere Amtsführung mit dieser Entscheidung verknüpft.

Aus dem Verein nahestehenden Kreisen war gestern zu hören, dass es ungeachtet dieser Ansage im Verein nach wie vor kein einheitliches Bild gebe. „Im Verein rumort es. Der Ausgang der Abstimmung ist offen“, hieß es.

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