Hammer Filiale durch Prüfraster gefallen

Nach neun Jahren Schluss für Gerry Weber im Allee-Center

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Die Insolvenz des Modeanbieters Gerry Weber mit Hauptsitz im gut 70 Kilometer entfernten Halle/Westfalen geht auch an Hamm nicht spurlos vorbei.

Hamm - Am Samstag, 23. November, ist letzter Verkaufstag in der "Gerry-Weber"-Filiale im Allee-Center. Dann ist nach neun Jahren Schluss an diesem Standort. Am 30. November muss das Ladenlokal leergezogen sein.

Aktuell weisen Schilder auf den Ausverkauf und auf alternative Verkaufsstellen des Modeanbieters hin, eine im Kaufhof und eine in Ahlen. Hintergrund der Schließung sind Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, die gegen die Gerry Weber International AG und die Retail-Tochtergesellschaft, die im April und Mai eröffnet wurden.

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Hamm unter 150 Schließungs-Filialen

Bereits im Juni hatte das Unternehmen die Aufgabe des Hammer Standortes im Allee-Center angekündigt. Dies sei eine von bis zu 150 Filialen, die im Zuge der Neuaufstellung geschlossen würden, sagte Unternehmenssprecher Gundolf Moritz auf Nachfrage. Aussagen zur Situation von Einzelfilialen treffe das Unternehmen nicht, so Moritz.

Nach WA-Informationen werden in der Hammer Filiale vier Mitarbeiterinnen betroffen sein. Sie alle werden aber an anderen Standorten des Unternehmens in der Region übernommen.

Hamm durchs Prüfraster gefallen

Bezogen auf alle aufzugebenden Filialen war seinerzeit von rund 330 Vollzeitstellen die Rede, die das Unternehmen einsparen würde. Allerdings, so sagte Moritz damals, sei von einer höheren Kopfzahl auszugehen, weil viele Arbeitsverhältnisse in Teilzeit angelegt seien.

Vorausgegangen sei eine genaue Überprüfung der Standorte und ihre Profitabilität: nicht nur mit auf die Bilanzen in der Vergangenheit, sondern auch vorausblickend auf das zukünftige Potenzial, sagte Moritz. Dabei ist Hamm offensichtlich durchs Prüfraster gefallen.

Vertrag mit Nachmieter steht bevor

Inzwischen scheint die Zukunft der Gerry Weber International AG und der Retail GmbH & Co. KG gesichert. Vor gut einem Monat hatte die Gläubigerversammlung den Insolvenzplan mit großer Mehrheit angenommen.

Aus dem Allee-Center hieß es, man befinde sich in „letzten Abstimmungen“ mit einem Nachmieter.

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