Baubeginn sollte eigentlich 2019 sein

Ende der Flickerei: Ausbau der Hüserstraße steht bevor

Die Schlaglöcher in der Hüserstraße sollen bald verschwinden.
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Das Elend hat bald ein Ende: Die Schlaglöcher in der Hüserstraße sollen bald verschwinden. Im November soll der Ausbau der an vielen Stellen beschädigten Straße endlich beginnen.

Was lange währt, wird endlich gut. Das trifft auch auf den Ausbau der Hüserstraße im gleichnamigen Gewerbegebiet an der Hammer Straße zu.

Bockum-Hövel - Seit gut vier Jahren steht die 850.000 Euro teure Baumaßnahme im Investitionsplan der Stadt. Baubeginn war danach eigentlich für 2019 geplant. Jetzt teilt die Stadt mit, dass der Baustart voraussichtlich im nächsten Monat ist.

Voraussichtlich deshalb, weil die Ausschreibung zwar erfolgt ist, die Vergabe aber noch nicht. Sie stehe aber kurz bevor, hieß es aus dem Rathaus. „Wir gehen davon aus, dass – je nach Vergabe – Baustart im November sein kann“, teilte Stadtsprecher Lukas Huster mit. Die Arbeiten sollen dann – je nach Witterung im Winter im ersten Halbjahr 2021 abgeschlossen werden, so der Stadtsprecher. Einen genauen Baubeginn gebe es zurzeit allerdings noch nicht.

Die Hüserstraße kann man zu den schlechtesten in ganz Hamm zählen. Schlagloch an Schlagloch reihen sich dort seit Jahren aneinander.

Bei dem Ausbau der Hüserstraße handelt es sich um die „erstmalige Herstellung“ der Straße in dem Gewerbegebiet mit Betriebswohnungen. Entsprechend sieht die Zuwegung aus – sie ist eigentlich nur eine immer wieder geflickte Baustraße.

Ausbau der Hüserstraße steht bevor: Mehrere Gründe für Verzögerung

Für die Verzögerungen gab es mehrere Gründe. Unter anderem hat die Vermessung der Straße nach Angaben der Stadt länger gedauert als geplant. Außerdem gab es einen erhöhten Planungsaufwand, weil die Hüserstraße an ein FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) grenzt und noch Abstimmungsgespräche geführt werden mussten, die ursprünglich nicht in der Planung waren.

Dazu kam noch, dass es im ersten Halbjahr nur zwei Sitzungsrunden gab, nämlich im März und im Juni. Bis März schaffte es die Stadtverwaltung nicht, die Planung bis zur Beschlussreife auszuarbeiten. Daher konnte der Ausbaubeschluss erst im Juni erfolgen. Die Ausschreibungen konnten demnach erst im dritten Quartal starten.

Geplant ist der Erstausbau zwischen Lippehof und Wendehammer. Das ist der südlich gelegene Teil der Straße. Von der Hammer Straße bis Lippehof soll dabei auf der westlichen Seite zusätzlich ein Gehweg angelegt werden. Vorgesehen ist weiterhin, dass die Energie- und Wasserversorgung Hamm im Rahmen des Ausbaus Arbeiten an den Beleuchtungsanlagen und am Stromnetz durchführen wird.

Ausbau der Hüserstraße steht bevor: Anwohner müssen kräftig zahlen

Da es sich um den erstmaligen Ausbau der Straße handele, würden Erschließungsbeiträge nach Baugesetzbuch von den Anwohner erhoben. Das seien 90 Prozent der anrechenbaren Baukosten, teilt die Verwaltung in einer Stellungnahme mit. Einige Anlieger hätten Beiträge schon bezahlt. Die genaue Höhe ergebe sich aus den tatsächlichen Kosten und könne erst nach Beendigung der Baumaßnahme beziffert werden.

Kritik hatte es in der Vergangenheit auch an der Radwegeführung im Einmündungsbereich der Hüserstraße auf die Hammer Straße gegeben. Dort führt der Radweg nicht geradeaus weiter, sondern verschwenkt in Richtung Gewerbegebiet. Eine Änderung der Radwegeführung im Einmündungsbereich Hammer Straße/Hüserstraße sei im Rahmen des Ausbaus der Hüserstraße nicht vorgesehen, hatte die Stadt mitgeteilt.

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