Grundschulen in Hamm

Anmeldung verpasst: Rund 170 angehende Erstklässler fehlen noch

Hellwegschule in Hamm Berge MES mein erster Schultag Einschulung
+
Ausgefallene Schultüten: Der erste Schultag will gut vorbereitet sein. Einige Hammer Eltern von angehenden Erstklässlern denken aber derzeit noch nicht daran. Sie haben ihre Kinder bislang nicht an einer Grundschule angemeldet.

Die erste Anmeldephase für die Grundschulen in Hamm ist gelaufen. Dabei fällt auf: Es fehlen Kinder. In diesem Jahr sind es mehr als im vergangenen Jahr.

Hamm – Im kommenden Schuljahr wird die Zahl der Hammer i-Dötzchen etwa so groß sein wie in diesem Jahr. Nach Abschluss der ersten Anmeldephase wurden an den 27 städtischen Grundschulen 1 521 Mädchen und Jungen – so der Stand vom 9. Oktober – angemeldet. Das sind zwar 160 weniger als aktuell das 1. Schuljahr besuchen. Aber: Nach Angaben der Stadt fehlen noch rund 170 Anmeldungen. „Die Säumigen werden in den nächsten Tagen angeschrieben und erhalten die Gelegenheit, bis zum 16. November tätig zu werden“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg.

Die Zahl der fehlenden Anmeldungen ist übrigens deutlich größer als vor einem Jahr. Im Herbst 2019 hatte es „nur“ rund 100 säumige Eltern gegeben.

Aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren sind es vor allem Eltern aus den nördlichen und westlichen Hammer Stadtbezirken, die es bislang verpasst haben, ihre Kinder anzumelden. Und insofern dürften vor allem die dortigen Schulen in den kommenden Wochen bei der Zahl der neuen i-Dötzchen noch einmal zulegen.

Gebrüder-Grimm-Schule muss Kinder ablehnen

Zwei „Gewinner“ stehen aber jetzt schon fest: An der Geistschule im Hammer Westen (Stadtbezirk Pelkum) haben sich 91 Kinder angemeldet – 20 mehr als das aktuelle 1. Schuljahr besuchen. Die Gebrüder-Grimm-Schule in Bockum-Hövel konnte sogar ein Plus von 36 Anmeldungen im Vergleich zur Schülerzahl im laufenden Schuljahr verzeichnen (53). Das Problem hier: Da die Schule nur zweizügig ausgelegt ist, muss sie rund 30 Schüler ablehnen. Frank Wagner, Leiter der „Schule des Jahres“, sieht die Anmeldezahlen daher mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“. Einerseits freue er sich über den Zuspruch, andererseits sei es natürlich nicht schön, so vielen Kindern eine Absage erteilen zu müssen.

Viele von ihnen dürften auf die benachbarte Freiligrathschule wechseln, an der sich bislang nur 22 Kinder angemeldet haben. Laut Stadt wird sie aktuell von 53 Erstklässlern besucht. Ein dickes Minus im Vergleich zum laufenden Schuljahr gab es auch an der Johannesschule (von 92 auf 72) sowie an der Schillerschule (von 53 auf 33). Aufgrund ihrer Lage im Hammer-Norden und in Pelkum dürften sie aber zu den Schulen gehören, die die Zahl der künftigen i-Dötzchen noch steigern werden.

Spitzenreiter Lessingschule

Spitzenreiter bei den Anmeldungen insgesamt ist weiterhin die Herringer Lessingschule – trotz eines Verlustes von 18 Schülern. Dort werden in diesem Schuljahr 114 i-Dötzchen unterrichtet.

Bei den Grundschulen in Rhynern und Uentrop hat es meist nur geringe Verschiebungen gegeben. Am meisten Federn lassen musste bislang die Carl-Orff-Schule in Rhynern (von 63 auf 49), am meisten zulegen konnte die Maximilianschule (von 61 auf 69).

Zweite Anmeldephase

Wie viele Eingangsklassen an jeder Grundschule gebildet werden können, soll in enger Abstimmung mit der Schulaufsicht nach dem Ende der zweiten Anmeldephase festgelegt werden. „Spätestens bis zum 15. Januar ist die Entscheidung über die Verteilung der Eingangsklassen durch den Schulträger für das folgende Schuljahr zu treffen“, so Herberg.

Und auch wenn das noch weit entfernt ist: An der Gebrüder-Grimm-Schule ist der Schulstart im Sommer 2021 bereits ein Thema – mit Blick auf die möglicherweise noch immer andauernde Corona-Pandemie. Wie Wagner sagte, werde man daher weiter auf eine Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht setzen. Die Digitalisierung an seiner Schule sollte noch verstärkt werden. Das Problem: „Lernanfänger, die noch nicht lesen können, sind auf diese Weise nur schwer zu unterrichten.“ Hier suche man nach einer Lösung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare