Gäste bleiben aus

Eiscafé von Familie Piccin leidet unter Wetter und Corona

Drei Menschen stehen hinter der Theke eines Eiscafés
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Warten in ihrem Eiscafe Venezia auf Gäste (von links): Chef Vater Elio Piccin, Sohn Nicola und Mutter Antonella.

Es ist nicht so, als habe Nicola Piccin einen besonderes Faible für das Wetter, und doch schaut der Werrieser jeden Tag gespannt auf die Prognosen. Denn Piccin und seine Familie betreiben im Maxicenter das Eiscafé „Venezia e piu“ und wissen schon beim Blick auf den Wetterbericht am morgen, wie der Tag hinter dem Verkaufstresen laufen wird.

Werries – Dabei leidet die Betreiberfamilie eigentlich schon genug unter den Auswirkungen von Corona, und jetzt bleibt auch der Frühling bisher weitgehend aus – und damit bei vielen Hammern auch die Lust auf ein Eis. „Es ist eine Katastrophe“, sagt Nicola Piccin deutlich zur bisherigen Eissaison. Die Hoffnung liegt daher eindeutig auf ganz viel Sonnenschein und warmes Wetter.

Ohnehin waren die vergangenen Monate für die gebürtig aus Italien stammende Familie Piccin, die aber schon seit vielen Jahren in Werries beheimatet ist, schwierig. Dabei hatten Mutter Antonella, Vater Elio und Sohn Nicola im ersten Lockdown vergangenes Frühjahr noch halbwegs Glück im Unglück. Denn: „Das war gerade, als das schöne Wetter begann“, erklärt Nicola Piccin und bestätigt, dass der Außer-Haus-Verkauf gut angenommen worden sei. Als später die Lockerungen kamen, konnten die Piccins und die Kunden auch wieder an den Tischen bedienen.

Draußen Sitzen war kein Problem, drinnen wollten viele aber nicht so gerne“, sagt Piccin im Hinblick darauf, dass sich das Coronavirus im Freien offenbar weniger verbreitet als in geschlossenen Räumen. Gut sei dabei, dass man durch das Vordach und Heizstrahler auch bei Regen und Kälte Plätze draußen anbieten konnte. Nur Decken und Kissen, wie es die Kunden früher gewohnt waren, gab es wegen Corona nicht mehr. „Einige haben sich zum Eis oder Kaffee selbst Decken mitgebracht“, erzählt Piccin und berichtet von einer tollen Unterstützung vieler Stammkunden während der Coronapandemie.

Mundschutzpflicht drumherum

Mit Beginn des zweiten Lockdowns Anfang November verabschiedete sich Familie Piccin in die Winterpause und bietet nun seit Februar wieder am Standort im Maxicenter leckeres Eis sowie verschiedene Kaffeesorten und Co. an. Seither gilt aber erneut, dass nur ein Außer-Haus-Verkauf stattfinden darf. Hinzu kommt, dass auf dem gesamten Parkplatz des Maxicenters Mundschutzpflicht besteht.

Das Problem: „Pizza aus der Pizzeria nehmen die Leute zum Essen mit nach Hause, aber ein Eis wollen sie sofort essen“, erklärt Nicola Piccin, der das Eiscafé mit seiner Familie seit 2008 im Maxicenter betreibt und zuvor von 1986 an am Alten Uentroper Weg beheimatet war. Immer wieder sehe er deshalb, dass die Kunden ihr Eis einfach im Auto essen, erzählt er mit einem Lächeln.

Eiscafé „jetzt unser Zuhause“

Mit Corona und zuletzt auch dem wenig idealen Wetter hat sich die Arbeit im Familienbetrieb aber in vielerlei Hinsicht geändert. „Früher war das Eiscafé unsere Arbeitsstelle, jetzt ist es unser Zuhause“, sagt Nicola Piccin, schließlich gebe es seither nicht mehr den Kundenandrang, wie man ihn früher gewohnt war. Damit entsteht manches Mal auch Leerlauf, präsent sein muss man hinter dem Verkaufstresen aber natürlich dennoch. Immerhin: Auch der Familienhund ist immer dabei.

Wenn aber das Wetter erst einmal wieder dauerhaft besser wird, dürfte auch im Familienbetrieb im Maxicenter wieder deutlich mehr Arbeit anfallen. Die mache er aber gerne, betont Nicola Piccin. „Es macht immer noch Spaß“, sagt er und verrät nebenbei, welche Sorten die Hammer in seinem Eiscafé am liebsten essen: „Die Klassiker: Schoko, Vanille und Erdbeer“, sagt er mit einem Lächeln. Aber auch Eis mit Nutellageschmack gibt es und bald erstmals auch bayerisches Karamelleis mit Brezelgeschmack.

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