Viele Kontrollen im Lippepark - doch was wurde aus den Müll-Beschwerden?

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Ostergrüße aus dem Lippe-Park – zwar wurde der Lippepark am Osterwochenende 2019 sehr gut genutzt, doch die Hinterlassenschaft der Besucher „durfte“ die Stadt beseitigen. (Ein Klick rechts oben in das Bild zeigt das volle Motiv.)

Der Kommunale Ordnungsdienst hat in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt 134 Kontrollen im Lippepark durchgeführt. Nach Einschätzung der Stadt hat sich die Müllproblematik weiter entspannt.

Herringen – Auch wenn noch nicht alles „im Reinen“ ist: Hinsichtlich der Sauberkeit hat sich die Lage im Lippepark in den vergangenen Monaten verbessert. Zu dieser Einschätzung kamen OB Thomas Hunsteger-Petermann und Jörg Wiesemeier, Leiter des Kommunalen Ordnungsdienstes, am Ende der Sommersaison 2019.

Damit hat sich die Tendenz, die sich im vorigen Jahr angedeutet hatte, fortgesetzt. Zur Erinnerung: Im Frühjahr 2018 hatte es massive Beschwerden über den von Besuchern zurückgelassenen Müll im Lippepark gegeben. Als Konsequenz daraus wurden von der Stadt mehr Müllbehälter aufgestellt und auch mehr Kontrollen, teils in Kooperation mit einem Sicherheitsdienst, durchgeführt.

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Dreckige Grüße aus dem Herringer Lippepark

Sicherheitsdienst auf Abruf

Dieser stand auch in dieser Saison „auf Abruf“ zur Verfügung. Anfordern habe man ihn aber nicht müssen, sagte Wiesemeier. Dennoch: Insgesamt gab es zwischen dem 9. Januar und dem 25. September 134 Kontrollen im Lippepark, teilweise auch mehrmals täglich (siehe Zahlen weiter unten). Durchgeführt wurden sie von Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes.

Hunsteger-Petermann freute sich, dass die Kontrollen und das direkte Ansprechen der Parkbesucher Früchte getragen haben. Man dürfe aber in den Bemühungen, den Lippepark auf Dauer sauber zu halten, nicht nachlassen, kündigte er auch fürs kommende Jahr eine Initiative der Stadt an. Denn: „Der Lippepark ist der städtische Park mit den meisten Besuchern.“ Und die verursachten auch jede Menge Müll.

Die Stadt stellte zusätzliche Mülltonnen im Lippepark auf.

Jugendliche säubern regelmäßig

Was ihn und Wiesemeier in diesem Zusammenhang ebenfalls freut: Mit einigen Jugendlichen aus dem „Haus der Jugend“, die den Park regelmäßig säubern, und den Parkscouts der Arnold-Freymuth-Gesamtschule gibt es zwei Jugendgruppen, denen die Sauberkeit „ihres“ Parks eine Herzensangelegenheit ist und die dort regelmäßig unterwegs sind.

Aber auch wenn sie und die Mitarbeiter der Stadt noch immer Müll abseits der dafür vorgesehenen Behälter finden: Große „Müllberge“ hätten die Kollegen des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebs Hamm in diesem Jahr nicht entsorgen müssen. Auch für Wiesemeier bedeutet dies, dass für die „normalen“ Wochenenden im Sommer die Behältnisse ausreichen.

Freizeit-Müll im Lippepark und auf der Kissinger Höhe

Extremsituation nicht vorhersehbar

Gleichwohl wollten er und Hunsteger-Petermann nicht verhehlen, dass es auch einige Wochenenden gibt, an denen so viele Menschen im Park sind, dass die Behälter den von ihnen verursachten Müll nicht aufnehmen können. Solche, nicht anzumeldenden Veranstaltungen seien aber nur schwer zu kalkulieren, erklärte der ASH. „Hier stellt sich die ewige Frage, wie viele Behälter genug sind. Noch mehr Eventmülltonnen sehen aber auch nicht besonders toll aus.“ ASH, Amtsleiter und auch der OB erneuerten daher den Appell an alle Parkbesucher, ihren Müll bei Bedarf mit nach Hause zu nehmen und nicht außerhalb der Behälter im Park liegen zu lassen.

Um die nach wie vor vorhandenen Spitzen abzufangen, kann sich der ASH allerdings vorstellen, zusätzliche abschließbare Müllcontainer an einem noch abzustimmenden Ort im Park aufzustellen. Die „Schlüsselgewalt“ könnte ein Förderverein bekommen, dessen Gründung der OB in Abstimmung mit den Stadtbezirken Bockum-Hövel, Herringen und Pelkum noch in 2019 auf den Weg bringen möchte. Vorbild könnte der Förderverein Selbachpark sein, so der OB.

Einsätze im Lippepark:

Der Kommunale Ordnungsdienst hat vom 9. Januar bis zum 25. September zwischen 7.30 und 23 Uhr 134 Kontrollen im Lippepark durchgeführt. In diesem Zeitraum wurden 5 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet – und zwar fürs Befahren der Anlage mit einem Motorrad (einmal/35 Euro), fürs Grillen außerhalb der Grillplätze (einmal/20 Euro) sowie wegen nicht angeleinter Hunde (dreimal/je 20 Euro). Zudem weist die Statistik 13 mündliche Ermahnungen und 22 Bürgergespräche auf. Schließlich wurden von den Mitarbeitern der Stadt 5 Sachbeschädigungen, zum Beispiel beschädigte Poller/Müllbehälter, festgestellt.

Es gab auch eine Besonderheit: Unbekannte hatten im Teich einen Koikarpfen ausgesetzt.

Leerung von Tonnen:

Im Winter und im Frühjahr werden die Mülleimer im Lippepark zweimal in der Woche (montags und donnerstags) geleert, in der Sommersaison zusätzlich auch mittwochs. Die großen Eventmülltonnen an den Grillplätzen werden während der Sommer-/Grillsaison ebenfalls dreimal in der Woche geleert.

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