Im Alten Fährhaus

Einladung zum Klimastreit: SPD, Nabu und "Fridays for Future" wollen mit Bürgern diskutieren

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Justus Moor, Jannis Arndt, Dirk Hanke und Marc Herter wollen mit möglichst vielen Hammern ins Gespräch kommen.

Hamm - Die SPD lädt zusammen mit „Fridays for Future“ und dem Nabu im Rahmen der Initiative „Hamm von morgen“ ins Alte Fährhaus ein. Dort soll am Mittwoch kontrovers diskutiert werden, wo es in Sachen Klimaschutz in Hamm Nachholbedarf gibt.

Nein, in Hamm lässt sich das Weltklima nicht retten. Da sind sich SPD, Nabu und „Fridays for Future“ weitgehend einig. Trotzdem wollen die drei Organisationen im Rahmen der SPD-Initiative „Hamm von morgen“ mit möglichst vielen Bürgern darüber diskutieren, was auf lokaler Ebene getan werden muss, um die Folgen des Klimawandels vor Ort einzudämmen. Doch was könnte das sein? Darüber besteht schon weniger Einigkeit.

„Heftigere Kontroversen sind durchaus gewünscht. Es soll eine Plattform sein, bei der man sich auch über die Zukunft der Stadt streiten kann“, erklärt Hamms SPD-Chef Marc Herter. „So kommen wir vielleicht zu besseren Ergebnisse, als jeder alleine zu produzieren in der Lage wäre.“

Klimaaktionsplan nur der erste Schritt

Dass die SPD knapp eine Woche nach der Vorstellung des neuen Klimaaktionsplans für Hamm – also nachdem für die nächsten Jahre praktisch alles entschieden wurde – über Klimaschutz diskutieren will, passe nur auf den ersten Blick nicht. „Wir haben da noch viel Spielraum. Der Klimaaktionsplan kann nur der erste Schritt gewesen sein“, beteuert SPD-Ratsfraktionschef Justus Moor. Der Klimaaktionsplan müsse fortwährend angepasst werden, um die Ziele – unter anderem Klimaneutralität bis 2035 – zu erreichen. „Dafür ist es entscheidend, mit allen Partnern zu sprechen.“ Und: Wenn millionenschwere Förderprogramme von EU, Bund und Land kommen, sei es sinnvoll, bereits weitere Pläne in der Schublade zu haben. Dafür soll es am Mittwoch neue Impulse geben.

Nabu und „Fridays for Future“ hoffen auf Umdenken

Der Nabu und „Fridays for Future“ hoffen darauf, dass in der Lokalpolitik tatsächlich ein Umdenken stattgefunden hat. „30 Jahre haben wir verschnarcht. Jetzt müssen wir eben auf allen Ebenen gleichzeitig anfangen. Dafür muss jeder aus seiner Komfortzone kommen. Darüber zu reden, wie das zu schaffen ist, sind wir gerne bereit“, meint Dirk Hanke (Nabu). Er sieht beim Klimaaktionsplan, den die SPD zusammen mit der CDU aufgestellt hat, mächtig Nachholbedarf. „Da zeigt schon das finanzielle Volumen im Vergleich zum übrigen Haushalt, dass die Mittel, die investiert werden sollen, der Situation 0,0 Prozent angemessen sind.“

Kräftige Ohrfeigen für die Stadt und ihren Klimaschutzplan

„Ich sehe nicht, wie wir damit auf Klimaneutralität kommen“, sagt auch Jannis Arndt, Mitorganisator bei „Fridays for Future“.

Podiumsdiskussion mit Abklatschen

Debattiert werden soll am kommenden Mittwoch, 4. Dezember (18.30 Uhr), im Alten Fährhaus in einer sogenannten „Fishbowl“-Runde. „Es wird wie eine Podiumsdiskussion mit Abklatschen“, erklärt Moor. In der Runde soll demnach immer ein Vertreter der SPD, des Nabu und von „Fridays for Future“ sitzen. „Darüber hinaus ist jeder, der da ist, eingeladen, mit uns zu diskutieren“, so Moor.

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