Sanitäranlagen von 1952

Wegen bestialischen Gestanks: Hammer Grundschule führt Unisex-Toiletten ein

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Bereits vor fünf Jahren schlugen die damaligen Schüler der Bodelschwinghschule Alarm (Foto). Jetzt wird endlich saniert.

Hamm - In einer Schule im Hammer Süden müssen sich Jungen und Mädchen die Toiletten teilen. Nur das Mädchen-Klo ist benutzbar, das Jungen-WC außer Betrieb. Der Grund: bestialischer Gestank. Das könnte daran liegen, dass die Sanitäranlagen aus dem Jahr 1952 stammen.

"Die Pausen-WCs der Bodelschwingh-Grundschule finden sich weitestgehend noch im Zustand aus dem Baujahr 1952 wieder und sind daher stark sanierungsbedürftig. Durch die langjährige Nutzung und Beanspruchung sind zudem unter anderem die Oberflächen und Unterböden der Sanitärräume mit Urindurchdringungen dermaßen kontaminiert, dass eine starke Geruchsbelästigung vorliegt", schreibt die Stadt in einer aktuellen Beschlussvorlage. 

So sollen die Jungen-WCs künftig aussehen.

Deshalb wurde laut Stadt bereits der Bereich der Jungen-WCs für die Benutzung gesperrt. Derzeit nutzen sowohl weibliche als auch männliche Schüler zusammen den Bereich der Mädchen-WCs. Zustände, die auch der Stadt nicht neu sind. Bereits vor fünf Jahren hatten Eltern auf die untragbare Situation bei einem Ortstermin mit Medien und Bezirksvorsteher hingewiesen. Jetzt also soll es neue Toilettenanlagen geben. Für die Eltern von damals kommt der Schritt zu spät, ihre Kinder sind längst aus dem Grundschulalter raus.

Für die Sanierung der Pausen-WCs, des ehemaligen Hausmeisterraumes, der Pausenhofüberdachung und des Außenbereiches kalkuliert die Stadt mit Kosten von 430.000 Euro. Bis zum Sommer müssen sich die Schüler allerdings noch gedulden. Die Arbeiten sind für die Sommerferien geplant. 

Dann sollen die Pausen-WCs und der ehemalige Hausmeisterraum bis auf Rohbauzustand zurückgebaut werden und nach derzeitigem Stand der Technik saniert werden. Hierzu wird die Zahl der WC-Stände gegenüber dem Bestand reduziert und um ein behindertengerechtes WC ergänzt. 

Die Reduzierung der WC-Stände entspricht laut Stadt dem aktuellen Bedarf nach Schülerzahlen. Demnach sind fünf WCs und acht Urinale (zuvor zehn WCs und 14 Urinale) für Jungen und neun WCs (zuvor 14 WCs) für Mädchen vorgesehen.17

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