"Gute Impfsituation"

Gesundes Schlusslicht: Hamm bei Masern gegen Landestrend

+
Nur ein Pieks und schon ist man geimpft - auch wenn es dann noch etwas dauert, bis der Schutz gegen die Viren vorhanden ist.

Hamm - Masern werden oft als Kinderkrankheit abgetan – dabei ist die Krankheit brandgefährlich: 35 Masern-Fälle wurden in diesem Jahr bereits in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Wie die Lage in Hamm aussieht, das wollte der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration wissen.

Masern ist brandgefährlich, das machte im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration die Leiterin des Hammer Gesundheitsamtes, Dr. Frieda Dockx-Reinken, deutlich. Angesichts steigender Fallzahlen in NRW wollte der Ausschuss eine Einschätzung der Expertin zur Situation in der Stadt Hamm hören. In Hamm gebe es seit vielen Jahren keine Fälle von Masernerkrankung, so die Expertin. Da es sich bei der Infektion und eine meldepflichtige Krankheit handele, habe man entsprechende Zahlen. 

Einzelne Fälle gab es in den Jahren 2005, 2010 und 2013. Seither sind keine Fälle mehr bekannt. Dockx-Reinken führt das auf eine gute Impfsituation in Hamm zurück. „Das sollte auch so bleiben“, appellierte sie. Eine Impfung sei der wirksame Schutz gegen Masern.

Auch Erwachsene sollen sich impfen lassen

Laut einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut stehe bei Kleinkindern die erste Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln in der Regel im Alter von 11 bis 14 Monaten an. Auch Erwachsene sollten sich gegen Masern impfen lassen, falls es noch nicht geschehen ist. Denn die Krankheit existiere noch, so die Leiterin des Gesundheitsamts. 

Für 2017 registrierte das Robert Koch-Institut in Deutschland 929 Masernerkrankungen, davon 520 in Nordrhein-Westfalen. Die bislang 35 Fälle in diesem Jahr in NRW wurden alle im Rheinland gemeldet. Die Krankheit sei hoch ansteckend und werde durch Tröpfchen übertragen. Bei jedem zehnten Krankheitsverlauf träten Probleme auf, so Dockx-Reinken. Masern gehen zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Die Infektion schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen tödlich enden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.