Einbrecher wollte 35.000 Euro abheben

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Symbolbild

Hamm – Weil er unter anderem 35.000 Euro von einem bei einem Einbruch in Heessen erbeuteten Sparbuch abzuheben versucht haben soll, droht einem 46-Jährigen nun eine mehrjährige Haftstrafe.

Der türkische Angeklagte hatte sich laut Staatsanwaltschaft bereits in einer Sparkassenfiliale befunden und dem Personal dort den ebenfalls bei der Tat erbeuteten Reisepass seines ebenfalls türkischstämmigen Opfers vorgelegt. Die Bank-Mitarbeiter fielen aber nicht auf das Spiel herein. Sie müssten noch einmal kurz telefonieren, sagten sie, woraufhin der 46-Jährige ohne Geld aus der Bank gelaufen sein soll.

Seit 2010 war der Mann, der sich am vergangenen Freitag vor dem Schöffengericht verantworten sollte, in Münster und Borken wegen Einbrüchen zu Haftstrafen von vier Jahren beziehungsweise einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Jetzt war er wegen diverser Einbrüche auf Hammer Stadtgebiet angeklagt. Zwischen September und November soll er mehrere Taten begangen und dabei EC-Karten, Elektronik-Artikel, Bargeld und Schmuck erbeutet haben. Auch soll er in zwei Fällen die Autoschlüssel seiner Opfer gestohlen haben.

Weitere Anklage

Weil sich in der Verhandlung am Freitag herausstellte, dass gegen ihn zwischenzeitlich eine weitere Anklage wegen eines weiteren Wohnungseinbruchs erhoben worden war und zudem noch eine DNA-Analyse aussteht, mit der ihm möglicherweise noch weitere Taten nachgewiesen werden können, wurde das gesamte Verfahren nun an das Dortmunder Landgericht abgegeben. Begründung: Die Strafgewalt des Amtsgerichts ist auf maximal vier Jahre ausgelegt. Im vorliegenden Verfahren dürfte im Fall einer Verurteilung ein höheres Strafmaß fällig werden.

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