Ein Jahr Maskenpflicht

Healthmask aus Hamm: Jungunternehmer verkaufen mehrere Millionen Masken

Kennen sich mit Masken aus: Thineis Sivakumaran und Robert Mirotta von der Firma Healthmask aus Hamm.
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Kennen sich mit Masken aus: Thineis Sivakumaran und Robert Mirotta von der Firma Healthmask.

Handy, Portemonnaie, Schlüssel, Maske ... So oder so ähnlich sieht wohl die morgendliche Checkliste bei den meisten aus. Heute vor einem Jahr trat die Maskenpflicht in Kraft.

Hamm – War es Anfangs noch komisch, Menschen mit OP- oder FFP2-Masken durch die Stadt laufen zu sehen, ist es mittlerweile zu einem normalen Bild geworden. „Dass das so lange andauern würde, hätte wirklich niemand gedacht“, sagt Robert Mirotta. Weil es besonders am Anfang schwer war, Masken und andere Hygieneartikel wie Handschuhe zu bekommen, gründeten er und zwei Kollegen im Juni 2020 die Firma Healthmask.

Healthmask: Jungunternehmer aus Hamm sind im Masken-Geschäft erfolgreich

Mehrere Millionen Masken haben sie mittlerweile nach eigener Aussage verkauft. Einen großen Teil an Privatpersonen. „Wir haben nie angestrebt, die großen Deals zu machen, sondern wollten privaten Kunden die Möglichkeit geben, günstig und schnell an die richtigen Masken zu kommen“, erklärt der Geschäftsführer. Denn spätestens seit medizinische Masken Ende Januar zur Pflicht wurden, gab es gerade im Internet auch viele weniger seriöse Angebote. „Es waren leider sehr viele Fakes im Umlauf. Wir haben viele Anfragen von Menschen bekommen, die sich nicht sicher waren, ob die Masken, die sie woanders gekauft hatten, auch richtige FFP2-Masken waren. Wir haben ihnen dann geholfen und das geprüft“, sagt Mirotta.

Eine richtige FFP2-Maske muss baumustergeprüft sein. Das heißt Materialien und Zusammensetzung wurden gründlich geprüft. Ist das geschehen, hat sie neben dem CE-Kennzeichen eine vierstellige Prüfziffer. Wer sich unsicher ist, ob seine Maske „echt“ ist, kann diese Ziffer in der NANDO-Datenbank überprüfen. Dort sind alle Prüfstellen der EU aufgelistet.

Vorbereitung auf die Zeit nach Corona

Mittlerweile seien diese Anfragen aber weniger geworden. Das liege auch daran, dass die Masken jetzt auch in den meisten Geschäften und Discountern zu kaufen sind. Auch die Kundenstruktur des Unternehmens habe sich dadurch gewandelt, so Mirotta. Waren Anfangs noch 95 Prozent der Kunden Privatpersonen, sind es jetzt nur noch 40. Dafür sei die Nachfrage nach bunten Masken deutlich gestiegen, so der Geschäftsführer: „Was am Anfang die normalen FFP2-Masken waren sind jetzt bunte Masken. Wir haben einige Firmen, die Masken passend zu ihren Firmen-Farben bestellen. Mit Logos oder Ähnlichem bedrucken wir sie aber nicht, weil dann nicht mehr sichergestellt ist, dass sie noch die Kriterien einer FFP2-Maske erfüllt. Das müsste dann extra geprüft werden.“

Auch wenn Mirotta und seine Kollegen aktuell von der Maskenpflicht profitieren, sind sie froh, wenn das alles irgendwann vorbei ist. Für die Zeit nach Corona wollen sie sich mehr auf Praxis- und Apothekerbedarf spezialisieren.

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