Kleine Raupe, große Wirkung

Harter Winter, feuchter Sommer: Eichenprozessionsspinner in Hamm auch 2021 eine Plage?

Vor allem die feinen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners sind für den Menschen unangenehm bis gefährlich.
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Vor allem die feinen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners sind für den Menschen unangenehm bis gefährlich.

Die vergangenen Jahre war der Eichenprozessionsspinner ein ständiger Begleiter der Hammer Bürger und auch der Stadt. Doch wie sieht es in diesem Jahr aus?

Hamm – Der Winter war lang und kalt, der Sommer durchwachsen, kühl und feucht. Hat das dem Eichenprozessionsspinner „geschadet“?

Nicht wirklich, wie eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung bestätigt. „Es gibt in diesem Jahr etwa 550 registrierte Fälle. Das sind knapp 100 bis 150 weniger als im vergangenen Jahr. Von einem signifikaten Rückgang kann nicht die Rede sein“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster. Er wollte eher von einer „Spur weniger“ sprechen.

2020 kam der Spinner deutlich früher nach Hamm

Woran das liegen könnte? Das sei schwer zu sagen, hieß es aus der Stadtverwaltung. „Dazu muss das Phänomen längerfristig beobachtet werden“, sagt der Stadtsprecher. Ob das Wetter beziehungsweise die Temperaturen einen Einfluss auf die Häufigkeit der Fälle habe, könne anhand der vorliegenden Daten nicht bestätigt werden. Im vergangenen Jahr seien die EPS-Vorkommen deutlich früher festgestellt worden, da es früher im Jahr warm war. In diesem Jahr sei es bis in den Mai kalt und feucht gewesen. Die Vorkommen seien zwar zunächst geringer gewesen, hätten sich dafür aber später entwickelt.

Große Hoffnung bei der Bekämpfung des EPS habe sowohl die Stadt als auch viele Privatleute in der Einsatz von Meisen gesetzt. Vielerorts wurden an Eichen oder in der Nähe der Bäume Meisenkästen aufgehängt. „Doch viel gebracht hat das nach ersten Erkenntnissen wohl auch nicht“, sagt der Stadtsprecher. Es sei halt ein neue Phänomen, das noch genauer beobachtet werden müsse.

240.000 Euro in Hamm zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

2018 sei erstmals eine Häufung des Eichenprozessionsspinners festgestellt worden. Den Höhepunkt erlebte Hamm dann 2019 und 2020. Viel ruhiger sei es in diesem Jahr aber nicht gewesen.

Insgesamt steht der Stadt ein Topf von 240000 Euro für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zur Verfügung. Ich vergangenen Jahr habe man diese Summe aber wegen der vielen Einsätze noch einmal aufstocken müssen, so der Stadtsprecher.

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