Giftraupennester erst nach vier Wochen an Bushaltestelle beseitigt

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Diese Giftraupen ware vor fast einem Monat an einer Eiche an einer Bushaltestelle auf dem Schulweg zur Schillerschule „eingezogen“.

Fast vier Wochen nach dem Bekanntwerden sind zwei Nester des Eichenprozessionsspinners an einer Hammer Bushaltestelle verschwunden.

Pelkum – Am Freitagmorgen wurde der Bereich Bushaltestelle „Am Kirchgraben“ (offenbar von Mitarbeitern des Landesbetriebs Straßen.NRW) abgesperrt und der Giftraupe zu Leibe gerückt. Unter anderem die Familie Mally und SPD-Bezirksvertreter Axel Püttner hatten die Stadt in den vergangenen Wochen wiederholt auf die Nester hingewiesen und um die Beseitigung an diesem neuralgischen Punkt, für den der Landesbetrieb zuständig ist, gebeten.

Doch aufgrund der Vielzahl der Nester haben Behörden und Kommunen offenbar immer mehr Probleme, dem nachzukommen. In Hamm wurden schon deutlich mehr Nester gemeldet als zum gleichen Zeitpunkt 2019. Auch Püttner musste feststellen, dass die Pläne, sie binnen 72 Stunden an neuralgischen Punkten wie Schulen, Kitas, Spielplätzen und Haltestellen abzusagen, nicht eingehalten werden konnten. Bei den Spielplätzen Im Westfeld und im Selbachpark beispielsweise sei dieser Zeitraum schon klar überschritten worden.

Stadt soll Strategie für 2021 überdenken

Pütter fordert die Stadt daher auf, aufgrund der Erfahrungen aus diesem Jahr ihre Strategie für 2021 zu überdenken. Vielleicht sollte sie darüber nachdenken, die Beseitigung selbst in die Hand zu nehmen und dafür Mitarbeiter einzustellen. Andere Kommunen wie Dortmund täten dies auch. Dadurch könne sie flexibler auf Funde in besonders problematischen Bereichen reagieren und eine Priorisierung vornehmen. Auch sollte überlegt werden, die Eichen an bestimmten Standorten im Vorfeld mit einem Biozid zu behandeln, um die Ansiedlung der Raupe von vorneherein zu verhindern. Ein Besprühen mit Bioziden lehnt die Stadt, anders als die Stadtwerke, bislang aber ab.

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