Eichenprozessionsspinner in Hamm

Giftraupe nervt: Tierpark und Tierasyl komplett geschlossen

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Symbolbild

[Update] Hamm-Süden - Der Eichenprozessionsspinner nervt nach dem Maxipark auch im Tierpark und im Tierasyl. Beide Einrichtungen wurden inzwischen komplett geschlossen.

Wie Tierpark-Geschäftsführer Kay Hartwich mitteilte, kümmert sich eine Fachfirma aktuell um die Entfernung der bis zum heutigen Dienstag entdeckten Nester. Aus diesem Grund bleiben der Park sowie das angrenzende Städtische Tierasyl mindestens am Dienstag und Mittwoch geschlossen.

Schon in der vergangenen Woche seien Nester in den Besucherbereichen entfernt worden, die am Montag schon zu Teilsperrungen führten. "Nun wurden leider noch weitere Nester an anderen Stellen festgestellt", so Hartwich. Die Fachfirma arbeite seit den frühen Morgenstunden mit hoher Priorität an der Überprüfung der Bäume und der Entfernung der Tiere und Nester.

Tierpark wegen Eichenprozessionsspinner gesperrt - Säuberung läuft

Sobald der Tierpark und das Tierasyl gefahrlos betreten werden können, soll umgehend wieder geöffnet werden.

Dieser Ausgang hängt am Tierasyl aus. (Ein Klick rechts oben ins Bild zeigt das komplette Motiv.)

Tipps vom Fachmann:

„Die Härchen des Eichenprozessionsspinners enthalten das Nesselgift Thaumetopoin. Bei Hautkontakt wird das Gift freigesetzt und kann zu allergischen Reaktionen führen“, erklärt Apotheker Dr. Werner Cobet, Sprecher der Hammer Apothekerschaft. „Von den Gespinstnestern sollte man sich deshalb fern halten.“

Was tun, wenn es zum Kontakt mit den gefährlichen Brennhaaren gekommen ist?

„Als Erste-Hilfe-Maßnahme können kühlende Umschläge gegen Schwellungen, Präparate mit Kortison oder Antihistaminika, die die allergischen Symptome lindern, eingesetzt werden“, sagt Cobet. Betroffene können sich in der Apotheke beraten lassen, welche Wirkstoffe für sie in Frage kommen. Seien Raupenhaare ins Auge gelangt, solle man einen Augenarzt aufsuchen, im Zweifel sonst den Hausarzt.

Hier kann man neue Nester melden:

Um Nester der Giftraupe zu melden und sich Infos im Umgang mit ihr einzuholen, hat die Stadt Hamm unter der Telefonnummer 02381/17-7272 eine Hotline freigeschaltet. Bis Dienstagmittag waren der Stadt mehr als 350 Nester gemeldet worden.

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