Spenden bei Flutopfern angekommen

Nach Flutkatastrophe: Ehepaar Laerbusch gerührt von vielen Spenden

Dankbar und gerührt: Das Ehepaar Laerbusch erhielt das Geld aus der Spendenaktion der Schützengesellschaft Berge aus den Händen der Vorstandsmitglieder.
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Dankbar und gerührt: Das Ehepaar Laerbusch erhielt das Geld aus der Spendenaktion der Schützengesellschaft Berge aus den Händen der Vorstandsmitglieder.

Gerührt, überwältigt – einfach nur dankbar sind Rita und Wolfgang Laerbusch. Der Vorstand der Schützengesellschaft Berge besuchte die beiden von der Flut an der Ahr so stark getroffenen Vereinsmitglieder in der Übergangswohnung in Erkenschwick und überbrachte das Geld, das über die Spendenaktion der Schützen eingesammelt worden war.

Berge - „Wir haben eine fünfstellige Summe zusammen bekommen“, freut sich der Vorsitzende Andre Böning über den Erfolg der Aktion. Das ehemalige Königs- und Kaiserpaar der Berger Schützen konnte seine Dankbarkeit kaum in Worte fassen. „Dass so viele Vereinsmitglieder, ehemalige Weggefährten aus Hamm, uns so unterstützen, ist einfach nur unglaublich“, sagte Wolfgang Laerbusch. „Großer Dank an die Spender und an den Vereinsvorstand, dass er diese Idee hatte und diese Arbeit auf sich genommen hat.“

Nicht mehr viel übrig: Die Wohnung von Rita und Wolfgang Laerbusch in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde von den Fluten zerstört.

Das Ehepaar Laerbusch hat einen Großteil seines Lebens in Hamm verbracht. 2007 zogen beide zur Tochter nach Bad Neuenahr-Ahrweiler und bauten sich eine neue Heimat auf. Sie wohnten auf dem Weingut des Schwiegersohn in einer Wohnung. Das Anwesen wurde von der Flut im Juli völlig zerstört. Die Hausbewohner retteten sich in der Nacht auf das Dach und kamen mit den Leben davon. Ihr ganzes Hab und Gut haben sie verloren. „Auch wenn uns die Bilder noch einmal gezeigt worden sind und wir die Geschichte erzählt bekamen, können wir nicht ansatzweise nachvollziehen, wie schrecklich dieses Hochwasser gewesen sein muss“, berichtete Böning vom Treffen mit den Laerbuschs.

Alles muss neu angeschafft werden

Die sind in Oer-Erkenschwick beim Sohn vorübergehend untergebracht. „Wir werden uns hier jetzt nach einer möblierten, kleinen Wohnung umsehen und entscheiden in den kommenden Wochen, ob wir wieder zurück an die Ahr gehen“, erklärt Wolfgang Laerbusch. Noch sei auch völlig offen, ob das Haus überhaupt wieder aufgebaut werden kann. Derzeit sei es völlig entkernt worden, das ganze Dorf helfe dabei mit.

Auch hier sei die Hilfsbereitschaft untereinander sehr groß. Die Versicherung der Tochter und des Schwiegersohns habe noch nicht gezahlt, das lasse auf sich warten. Auch Laerbuschs Hausrat- und Elementarversicherung hat noch nicht gezahlt. Doch sei er zuversichtlich, dass dies bald geschehe. Das Geld aus der Hammer Spendenaktion können sie mehr als gut gebrauchen. „Wir müssen ja alles, was man zum Leben braucht, wieder neu anschaffen. Wir haben ja nicht einmal mehr Kleidung gehabt“, berichtet er.

Dieses Geld nimmt ihm noch größere Sorgen, das Ehepaar neben der Verarbeitung dieses Unglücks nicht gebrauchen kann. „Uns geht es langsam besser“, sagt er. „Aber noch gehe die Gemütslage mal rauf, mal runter.“ Dabei hilft ihm ganz offenbar auch der Humor, den er nicht verloren hat. „Ich habe dem Andre Böning gesagt, er hätte mal eine neue Schützenuniform mitbringen können. Ich habe keine mehr, wenn ich wieder vorbeikomme.“ Und eine neue Huttaufe werde er sicherlich noch einmal über sich ergehen lassen, wenn er die Heimat in Berge besucht.

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