Mann aus Hamm vor Gericht

Ehefrau vergewaltigt und wiederholt misshandelt

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Symbolbild

Hamm/Dortmund - Ein Mann aus Hamm steht wegen einer Reihe von Übergriffen auf seine mittlerweile geschiedene Ehefrau vor dem Dortmunder Landgericht. Der 27-jährige soll seine gleichaltrige Ehefrau wiederholt körperlich misshandelt und auch vergewaltigt haben.

Zu den Übergriffen kam es laut Staatsanwaltschaft zwischen April 2015 bis zur Trennung im November 2015 vor allem in der gemeinsamen Wohnung am Kleinweg in Bockum-Hövel, aber auch bei einer Autofahrt und einem Türkei-Besuch in Ankara. Mehrere der körperlichen Übergriffe des türkischen Mannes sind in Krankenakten dokumentiert und belasten den mutmaßlich gewalttätigen Mann. So werden Würgemale beschrieben, eine Bisswunde und ein Kapselverletzung an einem Finger.

Nach dem letzten brutalen Übergriff mit Kopfschlägen gegen die Wand zog die junge Frau nach eigenen Angaben im November 2015 zu einer ebenfalls in Hamm lebenden Verwandten. Hier soll der Ehemann wenige Tage später mit seiner Mutter aufgetaucht sein, einen weiteren Verwandten verprügelt und vergeblich versucht haben, die Partnerin mit Gewalt ins Auto zu verschleppen.

Auf die Mutter wartet nun ein eigenes Verfahren vor dem Hammer Einzelrichter.

In dem Dortmunder Verfahren signalisierten die Richter dem Angeklagten, dass er bei einem umfassenden Geständnis mit einer Bewährungsstrafe von maximal zwei Jahren zu rechnen habe.

Der Rechtsbeistand der geschiedenen Ehefrau, Dr. Michael von Glahn, erklärte gegenüber dem WA: "Meine Mandantin hat keine Rachegefühle. Sie ist aber belastet durch die Vorwürfe, die nun schon einige Zeit zurück liegen und will, dass alles aufgeklärt wird."

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