Sockel von 40.000 Euro

Stadt richtet Hilfsfonds ein: „Echte Hammer helfen“ unterstützt Kulturschaffende

Gute Nachrichten für freischaffende Künstler. Für sie gibt es nun einen Hilfefonds in Höhe von 40.000 Euro.
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Gute Nachrichten für freischaffende Künstler. Für sie gibt es nun einen Hilfefonds in Höhe von 40.000 Euro.

Die Stadt Hamm richtet einen bürgerschaftlichen Hilfsfonds für Menschen aus der Kultur und Kreativwirtschaft, der Brauchtumspflege und aus dem Vereinsleben ein.

Hamm – Der Fonds heißt „Echte Hammer helfen“ und ist von der Stadt mit 40.000 Euro ausgestattet worden. Bürgerschaftliche Spenden sind möglich und ausdrücklich erwünscht, um die Mittel aufzustocken.

Der Fonds ist per Dringlichkeitsentscheidung des Rates – gezeichnet von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) und gegengezeichnet von Reinhard Merschhaus (Bündnis 90/Die Grünen) – auf den Weg gebracht worden. Er ist eine Ergänzung zu den Hilfsprogrammen des Bundes und des Landes und zu privaten Initiativen wie „Support the artists! Hamm“ und als Ausdruck der Solidarität und Wertschätzung für Kulturschaffende in der Stadt Hamm gemeint.

Unterstützung für freie Künstler

Der Hilfsfonds soll vornehmlich freien Künstlern, Musikern, Schriftstellern, Schauspielern und Kleintheatern sowie Vereinen der Brauchtumspflege und der Kultur- und Kreativwirtschaft zu Gute kommen, die sich wegen der Corona-Krise in einer besonderen existenzbedrohlichen wirtschaftlichen Notlage befinden.

Das Fördervolumen je Antragsteller soll auf maximal 500 Euro beschränkt bleiben und ist bis zum 31.Mai beim Kulturbüro der Stadt Hamm schriftlich zu beantragen. Formulare stehen ab sofort zur Verfügung. Im Kulturbüro (Telefon 175555) gibt es auch Informationen zur Möglichkeit von Spenden aus der Bürgerschaft.

Corona-Notlage als Voraussetzung

Voraussetzung für einen Antrag ist eine durch die Corona-Pandemie bestehende Notlage. Hierzu zählen das nachweisbare Ausbleiben von Einnahmen aus Veranstaltungen und Angeboten, die auf längere Zeit nicht stattfinden können oder, wenn überhaupt, nur in stark minimierter Weise. Es soll sich um ein einfaches Verfahren handeln.

Nicht in Anspruch nehmen können die Mittel Personen, die bereits aus staatlichen Programmen Unterstützung erhalten.

Über die Anträge entscheidet ein siebenköpfiges Gremium aus Vertretern des Kulturausschusses und der Verwaltung unter Vorsitz der Kulturausschussvorsitzenden Monika Simshäuser (SPD).

Kein kulturelles Leben undenkbar

„Kulturschaffende stiften Identität für diese Stadt. Dieser Solidaritätsfonds ist zwar nur ein vergleichsweise kleiner Rettungsschirm, soll aber die Wertschätzung für ihre Arbeit ausdrücken. Hoffentlich finden sich Bürger, die die diese Initiative unterstützen“, sagte Simshäuser im Pressegespräch.

Ihre Stellvertreterin Monika Schnieders-Pfötzsch (CDU) betonte, die Auswirkungen von Corona zeigten überdeutlich, was der Stadt ohne kulturelles Leben abhanden komme. Vielen Menschen seien ihre Aufträge weggebrochen – vom DJ bis zum Kammersänger.

SPD-OB-Kandidat Marc Herter zeigte sich erleichtert, dass die Fraktionen der Großen Koalition den Fonds gemeinsam auf den Weg gebracht hätten. Herter und CDU-Faktionsgeschäftsführer Michael Pricking dankten den Grünen für ihre Unterstützung. „Damit fußt der Fonds auf einer breiten Mehrheit“, sagte Herter. Pricking machte deutlich, es gehe nicht um die Finanzierung von „Spaßgeschichten“, sondern um Hilfen für Menschen, die an Existenzgrenzen stießen.

Anträge

Formulare stehen ab sofort im Kulturbüro, Ostenallee 87, 59071 Hamm zur Verfügung. Im Kulturbüro (Telefon 175555) gibt es auch Informationen zur Möglichkeit von Spenden aus der Bürgerschaft.

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