Ist E-Kennzeichen am OB-Benz Etikettenschwindel?

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Hamm - Seitdem Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann mit seinem neuen Dienst-Mercedes durch die Stadt fährt, reißen die Spekulationen nicht ab, dass das Fahrzeug weit weniger „öko“ ist als es das Kennzeichen verspricht.

Der zum Juni-Beginn angeschaffte Benz vom Typ E350e trägt bekanntlich ein E-Kennzeichen und darf somit unter anderem auf öffentlichen Flächen kostenlos geparkt werden. 40 bis 50 Kilometer schaffe der Plugin-Hybrid im reinen Elektrobetrieb, hatte ein Stadtsprecher gegenüber dem WA erklärt und damit die im Elektromobilitätsgesetz festgeschriebenen Voraussetzungen für ein E-Kennzeichen als erfüllt dargestellt.

Tatsächlich schafft der E350e aber nur 33 Kilometer im Elektrobetrieb. Das erklärt der Hersteller Mercedes auf seiner Homepage, und das ist zu wenig für ein E-Kennzeichen. Mindestens 40 Kilometer werden im Gesetz für 2018 erstzugelassene Fahrzeuge verlangt. Dieser Widerspruch war wiederum einigen Hammer Auto-Experten aufgefallen. Logische Folge für sie: „Der OB-Benz darf überhaupt kein E-Kennzeichen erhalten.“

E-Kennzeichen für Hammer Autos: exotisch und unbeliebt?

Der vermutete Etikettenschwindel ist am Ende aber offenbar doch keiner. Denn ebenso erfüllen Autos die gesetzlich geforderten Vorgaben, wenn sie weniger als 50 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Und das ist laut Stadt nun beim OB-Benz tatsächlich der Fall. Auch vom Hersteller wurde bestätigt, dass bestimmte Modelle der E350e-Reihe die Vorgaben erfüllen.

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