Dubai-1000-Hotelfonds: Insolvenz trifft Anleger

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Nie gebaut: Das Dubai-1 000-Hotel. ▪

HAMM ▪ Keine gute Kunde für die Anleger in den Dubai-1000-Hotelfonds des Hammer Finanzwirts Georg Recker.

Nachdem ein Teil der rund 950 Geldgeber zum Jahreswechsel vor dem Landgericht Dortmund erfolgreich gegen die Gründungskommanditisten auf Schadensersatz geklagt hatte, hat nun einer ihrer Anspruchsgegner – die L&R Treuhandgesellschaft – einen Insolvenzantrag gestellt. „Es ist kein Vermögen vorhanden. Für die Anleger gibt es keinen Blumentopf zu gewinnen“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter, Dr. Wolfgang Petereit aus Mainz am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung. Auch die Bremer Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht KWAG sieht für ihre Mandanten schwarz. „Im schlimmsten Fall verbleibt hier nur die Quote, die sehr gering sein wird“, erklärte deren Anwalt Lutz Tiedemann.

Ohnehin zeichnet sich ab, dass die Schadensersatzfrage erst in zweiter Instanz vor dem OLG Hamm entschieden wird. Sowohl die KWAG als auch die Beklagten auf Fondsseite bereiten derzeit ihre Berufungen vor.

Das Insolvenzverfahren könnte jedoch auch eine Chance sein, etwas über den Verbleib der Anleger-Gelder in Erfahrung zu bringen. 24,5 Millionen Euro waren – wie mehrfach berichtet – von den Investoren in den Fonds eingezahlt worden. Wohin das Geld letztlich geflossen ist, ist bislang unklar geblieben.

Fondsinitiator Georg Recker, der seit 2008 per internationalem Haftbefehl gesucht wird, bleibt für die deutschen Ermittler weiterhin nicht zu fassen. „Kein neuen Stand“ vermeldete Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel beim in die Wege geleiteten Rechtshilfeersuchen. ▪ fl

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