Interview: So tickt der Fan von Pietro Lombardi

Daniel Korczok (20) aus Hamm will es bei DSDS wissen

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Daniel Korczok beim Casting in Hamburg mit dem berühmten Logo im Hintergrund.

Hamm/Hamburg - Schwere Verletzungen haben die Fußballkarriere von Daniel Korczok früh gestoppt - doch als Sänger will der 20-Jährige aus Hamm jetzt durchstarten. DSDS soll das Sprungbrett sein.

Korczok, zuletzt in der zweiten Mannschaft von Westfalia Rhynern aktiv, hatte als Jugendlicher sogar ein Probetraining bei Borussia Dortmund – doch sein Traum vom Fußballprofi musste er wegen schwerer Knieverletzungen (zuletzt im Oktober 2018 im Spiel gegen SC Wiedenbrück II) aufgeben: „So ist das manchmal im Leben. Aber Niederlagen sind gut, dadurch lernt man”, sagt er heute schulterzuckend.

Aufstehen will der 20-Jährige jetzt in der RTL-Kultsendung "Deutschland sucht den Superstar": Am Samstag, in der 7. Folge der aktuellen Jury-Castings ab 20.15 Uhr, singt er mit OP-Schiene in Hamburg von Teesy den Song "Keine Rosen". In der Jury direkt vor ihm sitzen keine Geringeren als Dieter Bohlen, Xavier Naidoo, Pietro Lombardi sowie die Tanztrainerin Oana Nechiti.

Pietro Lombardi ist Daniels großes Vorbild.

Ob der Azubi zum Groß- und Außenhandelskaufmann überzeugen und bestehen kann? Das werden wir erst am Samstagabend erfahren. Bekannt wurde aber bereits: Korczok erhält von seinem großen Vorbild Pietro Lombardi, ebenfalls Ex-Fußballer und bekanntermaßen früherer DSDS-Sieger, besonderen Zuspruch:„Ich habe einen Schienbein-Wadenbein-Bruch gehabt und durch diese Verletzung habe ich die Liebe zur Musik gefunden.”

Noch immer starke Quoten

Mag sein, dass DSDS nicht mehr die Signalwirkung hat wie in früheren Jahren. Doch ein Blick auf die Zuschauerzahlen zeigt, dass das Format nach wie vor relevant ist: Die jüngste Folge am 19. Januar sahen mehr als vier Millionen Zuschauer (Einschaltquote 12,8 Prozent). In der Zielgruppe 14- bis 59-Jährigen waren 2.900.000 Zuschauer dabei - ein für RTL starker Marktanteil von 18,3 Prozent.

Mit diesem Song will Daniel punkten:

Fragen an... So tickt Daniel Korczok aus Hamm:

Seit wann sind Sie DSDS-Fan?

Daniel Korczok: So richtig zum DSDS-Fan bin ich geworden, seitdem Pietro Lombardi bei der achten Staffel mitgemacht hat. Natürlich hat man immer wieder mal reingeschaltet, aber seitdem Pietro dort war, schaue ich jede Folge.

Wann und auf welche Weise haben Sie sich beworben?

Korczok: Ich habe mich im frühen Sommer per Internet bei DSDS beworben.

Wie lange singen Sie schon?

Korczok: Ich habe schon immer gesungen. Anfangs unter der Dusche und irgendwann habe ich angefangen, das Ganze zu filmen. Mit meinem ersten Kreuzbandriss habe ich dann auch mal vor Freunden gesungen.

Daniel Korczok (links) im August 2018 bei einem Spiel in Drensteinfurt.

Gab es schon Auftritte in etwas offizielleren Situationen?

Korczok: Es gab bislang keine offiziellen Auftritte. Ich habe einmal auf einer Abi-Abschlussfeier "Love Yourself" gespielt, ansonsten nicht Großartiges.

Welches sind Ihre musikalischen Vorbilder?

Korczok: Meine musikalischen Vorbilder sind im englischsprachigem Raum Sam Smith, Justin Bieber und Shawn Mendes und im deutschsprachigen Wincent Weiss und Pietro Lombardi.

Wären Sie enttäuscht, wenn die Reise früh endet?

Korczok: Natürlich wäre ich enttäuscht, wenn die Reise früh enden würde. Aber ich nehme gerne jede Erfahrung mit, dir mir helfen könnte.

Wie weit wollen Sie auf jeden Fall kommen? 

Korczok: Ich habe mir das Ziel gesetzt, in die Liveshows zu kommen; von da aus liegt es nicht mehr in unserer Macht. Aber ich denke von Runde zu Runde!

Daniel Korczok (oben, 2. von rechts) mit der Mannschaft von Westfalia Rhynern II im Juli 2018.

Falls Sie im Casting weiter kommen – wie würde danach passieren?

Korczok: Falls ich im Casting weiter komme, geht es erstmal so weiter wie es vorher auch war, da ich ein ziemlich bodenständiger Typ bin. Natürlich wäre es durchaus schön, auf der Straße erkannt oder sogar angesprochen zu werden.

Wann und bei welcher Gelegenheit passierte die Knieverletzung, die zur Aufgabe des Profi-Traums führte?

Korczok: Das erste mal ist mir das Kreuzband 2014 gerissen, als ich vom Urlaub wieder kam und ich am nächsten Tag gleich ein Testspiel hatte. Bei einem Zweikampf hat es dann geknallt, und ich wusste sofort: Das war's mit der Fußballkarriere!

Ich habe dann eine Pause mit dem Fußball eingelegt und mich voll dem Singen gewidmet. Drei Jahre später wurde ich nochmal von meinem ehemaligen Trainer angesprochen, ob ich’s nochmal versuchen möchte. So ehrgeizig, wie ich bin, wollte ich es natürlich nochmal wissen!

Doch nach nur einmal vier Monaten ist mir das andere Knie völlig kaputt gegangen, und dann war für mich klar: Das Kapitel Fußball ist nun völlig Geschichte! Es soll einfach nicht sein.

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