Hammer Seniorenheim wird zum Corona-Testzentrum

Im Dezember ist ein projektbezogenes Testangebot im DRK-Senioren-Stift gestartet.
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Testerfahrungen gesammelt: Im Dezember ist ein projektbezogenes Testangebot im DRK-Senioren-Stift gestartet. Es ist auf Menschen in häuslicher Pflege begrenzt. Was ist mit den anderen Senioren im Quartier Hammer Osten? Heimleiter Björn Baumann (links), Projektleiterin Elisabeth Manteufel und Geschäftsführer Dieter Arrenberg erkennen, dass der Bedarf an Testmöglichkeiten größer ist.

Testen heißt, die Pandemie einzudämmen. Testen ist im Pflegeheim des DRK-Senioren-Stifts in Hamm-Mark Alltag. Testen zu Hause aber nicht. Darauf reagiert die DRK-Einrichtung. Ab sofort wird sie für alle Menschen ab 60 Jahren zum Testzentrum.

Mark/Hamm-Osten – Das Angebot ist auf Menschen im Quartier Hammer Osten beschränkt. Ein Test kostet 30 Euro. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. (News zum Coronavirus in Hamm)

Die Corona-Impfzentren haben gerade erst ihren Betrieb aufgenommen. Es wird dauern, bis die Risikogruppe der Über-80-Jährigen durchgeimpft ist. Noch länger wird es dauern, bis die Über-60-Jährigen an der Reihe sind. Bis dahin ist Vorsicht geboten. So lange gibt es Situationen, in denen Senioren Klarheit haben möchten, ob sie sich mit dem Virus angesteckt haben und andere anstecken könnten.

Im DRK-Senioren-Stift Mark kennen Verantwortliche und Mitarbeiter die Situation. Aus den Erfahrungen im Hause entwickelte das DRK-Senioren-Stift ein eigenes Angebot. Das Haus wird zum Test-Zentrum. „Wir erkennen den dringenden Bedarf dafür“, sagt Geschäftsführer Dieter Arrenberg. Noch nicht einmal die Mieter der gemischten Senioren-Einrichtung können sich mal eben im angrenzenden Pflegeheim testen lassen. Besucher von Bewohnern des Pflegebereichs werden indes getestet.

Corona-Testzentrum in Seniorenheim: gut ausgestattet und mit Erfahrung

Mit dem auf das Projekt „Miteinander und nicht allein“ bezogenen Angebot sind nur pflegende Angehörige und die Pflegebedürftigen versorgt. „Die Bewohner ab 60 Jahre im Hammer Osten fallen durch das Raster“, stellt er fest.

Er geht davon aus, dass der Bedarf auch noch bestehen bleibt, wenn die Corona-Schnelltests für den Eigengebrauch zugelassen sind. Ein Spuck- oder Gurgeltest muss genau durchgeführt werden, um ein brauchbares Testergebnis zu erzielen. Ob sich das jeder zutraut? Arrenberg und Quartiersentwicklerin Jutta Jeretzky haben Zweifel. Das Personal im DRK-Senioren-Stift Mark ist dagegen geschult, fachgerecht ausgestattet und hat Erfahrungen im Testen.

Damit es für die Einrichtung möglichst ein Nullsummenspiel bleibt, nimmt sie je Test 30 Euro. „Wir müssen Personalkosten und Reinigung mitberechnen“, sagt Arrenberg.

Informationen für Interessierte

Das neue Angebot der Corona-Schnelltests im DRK-Senioren-Stift Mark, Marker Allee 88, richtet sich an alle Senioren (ab 60 Jahre) im Quartier Hammer Osten. Es beginnt ab sofort. Getestet wird im Untergeschoss des Hauses. Es ist für die Teilnehmer nur über den Innenhof erreichbar. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Ein Schnelltest kostet 30 Euro. Er muss vor Ort bar bezahlt werden. Anmeldung bei und Fragen zum Ablauf an Quartiersentwicklerin Jutta Jeretzky dienstags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr unter Telefon 02381/9828176 oder 0157/87988727 oder per E-Mail an jeretzky@drk-senioren-stift-mark.de.

Corona-Testzentrum in Seniorenheim: keine Massen an Menschen erwartet

Das Angebot ist eine gemeinsame Aktion der DRK-Einrichtung sowie der beiden im Haus verorteten Projekte zur Quartiersentwicklung und von „Miteinander und nicht allein“. Federführend ist aber das DRK-Senioren-Stift Mark.

Die Anmeldungen zum neuen kostenpflichtigen Test-Angebot laufen über Quartiersentwicklerin Jutta Jeretzky. Damit der Zulauf praktikabel bleibt, ist das Angebot begrenzt auf die Senioren im Umfeld des DRK-Senioren-Stifts und damit im Wesentlichen auf das Quartier Hammer Osten. „Ich glaube nicht, dass sich Massen von Menschen anmelden“, sagt sie. Ansonsten könnte das Haus an Grenzen stoßen.

Das dürfte aber schon dadurch verhindert werden, dass die Senioren das Angebot im DRK-Testzentrum nur nach Anmeldung und Terminvereinbarung wahrnehmen können. Aus personellen Gründen würden Termine gebündelt, sagt Jeretzky. „Wir bieten zwar keine 7-Tage-Dienstleistung die Woche, rund um die Uhr, aber wir gehen gerne auch auf Wünsche ein.“

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