Dritter Platz beim IHK-Schulpreis für das Stein-Gymnasium

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Die Freude über die Platzierung beim IHK-Wettbewerb war bei den Vertretern der „LoTus“ AG groß. Ihre Auszeichnung erhielten sie aus den Händen von Bert Rürup vom Sachverständigenrat der Bundesregierung (Fünfter von rechts) und von IHK-Präsident Udo Dolezych (Fünfter von links). ▪

WERRIES ▪ Bildung ist immer gefragt, und so verwundert es auch nicht, dass die Schülerfirma „LoTus“ des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums mit ihrem Angebot auf der Erfolgswelle schwimmt. Eine Bestätigung, auf einem vorbildlichen Weg zu sein, erhielten die jungen Unternehmen der Aktiengesellschaft am Dienstagabend in Dortmund. Beim IHK-Schulpreis Wirtschaftswissen belegten sie den dritten Platz.

„Wir hätten gern den ersten Preis gehabt“, gab sich „LoTus“-Aufsichtsratvorsitzender Heinz Harling vom Firmenkonzept überzeugt. „Der dritte Platz spornt uns an, das nächste Mal auf Platz eins zu kommen“, sagte er. Die Freude bei den Vertretern des Steins war dennoch zweifellos groß, sich unter mehreren Mitbewerbern aus dem IHK-Bezirk Dortmund durchsetzen zu können, auch wenn sie den dritten Platz und damit das Preisgeld von 1 000 Euro noch mit einem anderen Mitbewerber teilen müssen. Das Stein war übrigens die einzige Schule aus Hamm, die am Wettbewerb teilnahm. Zum Festakt waren neben Harling auch Schulleiter Thomas Kasselmann, die projektleitende Lehrerin Marie-Luise Raabe und die Lehrerin Katharina Groß mitgekommen sowie die Schüler des Unternehmens-Vorstandes Thilo Grawe, Jan-Hendrik Flecke, Jennifer Bergsiek, Franziska Schröer, Mosche Pompsch sowie Christoph und Tobias Dreesbach.

In seiner Festrede betonte Bert Rürup, Sachverständigenrat der Bundesregierung, wie wichtig es sei, dass bereits in der Schule das Thema Wirtschaft nähergebracht wird. Das geschieht seit nunmehr acht Jahren besonders praxisnah am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium: „LoTus“ steht für „Lernorientiertes Trainingsunternehmen Stein“. Die jungen Unternehmer bieten nach dem Motto „Schüler helfen Schüler“ vor allem qualifizierten Nachhilfeunterricht und Hausaufgabenhilfe an, aber auch Freizeitaktivitäten. „LoTus“ ist eine AG. „Unseres Wissens nach die einzige Schülerfirma in Deutschland, die als Aktiengesellschaft geführt wird“, meinte Harling, der seit Gründung der AG ehrenamtlicher Aufsichtsratsvorsitzender ist. Sie hat alles, was eine AG ausmacht: Einen Vorstand, den junge Unternehmer des Steins bilden, und einen Aufsichtsrat. Es gibt Hauptversammlungen, und es wurden auch schon Dividenden ausgezahlt. 386 Aktien zu je fünf Euro sind im Umlauf. Aktionäre sind vor allem Eltern und Lehrer, aber auch die ehemalige Kultusministerin Barbara Sommer, die die Schülerfirma vor Jahren besuchte.

Das erwirtschaftete Geld wird in die Ausstattung des Gymnasiums investiert. Auch ein Patenkind in dem vom Erdbeben stark zerstörten Haiti wird unterstützt. Die Haiti-Nothilfe bekam einmalig 2 000 Euro.

„Das ist ein tolle Geschichte“, meinte Harling über die AG, auch vor dem Hintergrund, dass die Schülerfirma trotz ständiger Wechsel der Vorstandsmitglieder, die nach dem Abitur ausscheiden, schon so lange besteht. Sie soll noch lange weitergeführt werden. ▪ ha

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