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Amok-Drohung an Hammer Schule: „Werde alle umbringen lassen“

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Von: Frank Lahme

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Symbolbilder Hamm Anhaltesignalgeber Polizei
Die Polizei in Hamm ist derzeit besonders stark sensibilisiert. © Andreas Rother

72 Stunden nach der Amoktat an der HSHL hat es eine Amok-Drohung an einer Hammer Schule gegeben. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Freitag auf WA-Anfrage.

Hamm - Bei der Schule habe sich am Montagnachmittag ein Anrufer gemeldet und eine diffuse Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Er werde Messermänner schicken und alle umbringen lassen, sei im Kern die Aussage des nun von der Polizei gesuchten männlichen Anrufers gewesen. Persönlich sei an dem Nachmittag niemand mehr in der Schule zugegen gewesen. Der Anruf sei nach Schulschluss erfolgt. Deshalb sei das Band angesprungen.

Vieles spricht dafür, dass es sich bei dem Anrufer nach der blutigen Amoktat an der HSHL um einen geschmacklosen Trittbrettfahrer handelt. Dennoch nimmt die Polizei den Vorgang ernst und hat – wie sie gegenüber WA.de bestätigte – Schutzmaßnahmen an der Schule und im Umfeld in die Wege geleitet.

Eltern per Brief über Vorgang informiert

Der Schulleiter sagte am Freitag dem WA, dass die Eltern per Brief über den Vorgang informiert und um einen diskreten Umgang gebeten worden seien. Der Unterricht werde in der kommenden Woche wie geplant stattfinden und sei auch in dieser Woche nicht ausgefallen.

Wie die Hammer Polizei weiter mitteilte, sei dieser Fall das einzige Drohszenario, das im Nachgang zu dem Attentat an der Hochschule bekannt wurde. An der HSHL starb eine junge Frau, drei Studenten wurden verletzt.

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