Geschäftskarussell dreht sich

Dönerimbiss will nun ins Nähwerk - Wechselspiele in Rhynern

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Bäumchen wechsle dich: Der Döner-Imbiss an der Reginenstraße wird wohl hier - in das ehemalige Nähwerk an der Alten Salzstraße - umziehen. Das Eiscafé wird zwar nicht am alten Standort bleiben, wohl aber in Rhynern.

Das Geschäftskarussell in Rhynerns Ortsmitte hat überraschend noch einmal Fahrt aufgenommen. Der Döner-Imbiss will nun doch nicht ins Eis-Café ziehen, sondern plant eine Neueröffnung im jetzigen Nähwerk an der Alten Salzstraße. Auch für das Eis-Café deutet sich etwas Neues an.

Rhynern – Seit September 2017 betreibt Marijana Glowalla mit Erfolg das Nähwerk im Herzen von Rhynern. Sie zog einst von der Dambergstraße in Westtünnen in das größere Ladenlokal im Gebäude der ehemaligen evangelischen Schule im Schatten der Kirche. An den kreativ gestalteten Schaufenster fanden die Bürger Rhynerns schnell Gefallen, sahen darin eine Aufwertung der Geschäftsstraße.

Nun aber ist Glowalla gezwungen, ihr Geschäft dort zu schließen. Die Corona-Krise machte ihr das Leben schwer. Die Nähkurse durften nicht mehr stattfinden, damit war die Haupteinnahmequelle weg.

Viel gravierender ist zudem aber eine schwere Erkrankung, die es ihr in den nächsten Monaten unmöglich machen wird, das Geschäft weiter zu betreiben. „Am 24. August ist daher Schluss“, sagt sie schweren Herzens. Zum 1. September werde sie das Ladenlokal geräumt haben. Danach rücke ihre baldige Genesung in den Vordergrund. „Ich hoffe, dass ich Anfang des nächsten Jahres wieder an anderer Stelle in Rhynern, vermutlich etwas kleiner, neu starten werde“, blickt sie voraus.

Döner-Angebot ohne Leerlauf

Das kurzfristige Aus des Nähwerks machte das 130 Quadratmeter große Ladenlokal interessant für Ali Gökcu, dem Betreiber des Döner-Imbisses in Rhynern. Der muss zum 30. September sein Ladenlokal an der Ecke Reginenstraße/Auf dem Tigge nach 18 Jahren verlassen, da der neue Eigentümer der Immobilie dort umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchführen möchte. 

Eigentlich war bereits klar, dass er in das Ladenlokal der Eisdiele wechseln würde, auch wenn es noch keinen schriftlichen Vertrag mit dem Eigentümer dieser Immobilie gab. Diesen schriftlichen Vertrag gibt es aber nun mit dem Eigentümer der Nähwerk-Immobilie.

Darüber hinaus erhält Gökcu sogar eine Kaufoption für die untere Etage des Gebäudes. „Und das ist für uns natürlich viel interessanter“, sagt der Imbissverkäufer. Außerdem habe er dort deutlich mehr Platz und – noch entscheidender – kaum Leerlauf. Die Räumlichkeiten des Eis-Cafés hätte er erst Anfang 2021 beziehen können. 

Ins Nähwerk kann er bereits ab dem 1. September. „So kann ich vermutlich direkt neu eröffnen und muss nicht mit einem Verkaufswagen die Zeit überbrücken“, erklärt Gökcu. Franz Kupitz, Eigentümer der Nähwerk-Immobilie, ist indes froh, nach dem kurzfristigen Ausfalls seines Mieters eine schnelle Lösung gefunden zu haben.

Eisdiele bleibt wohl im Ort

Dann bleibt das Eis-Café am altbekannten Standort? Wohl nicht. Besitzer Detlef Ribniger hat die Kündigung für das Ladenlokal vorliegen und hat sich inzwischen in Rhynern nach einer Alternative umgesehen. Und er sei auf einem gute Wege, eine für ihn optimale Lösung mitten im Ort zu finden. 

„Wir sind in Kontakt und in guten Gesprächen“, bestätigte Simon Schneider von der Hugo Schneider GmbH. Die ist Eigentümerin der Immobilie Reginenstraße/Ecke Auf dem Tigge. Denkbar sei, dass das Eis-Café demnächst das leer stehende linke Ladenlokal (ehemalige Reitsport Lepona) bezieht. „Das hat eine zentrale Lage und ist barrierefrei zu erreichen“, würde sich Ribiner freuen, wenn der Umzug klappt. Noch sei aber nichts in trockenen Tüchern“, so Schneider.

Zunächst stehe ohnehin die umfangreiche Sanierung des Gebäudes an. „Und wenn es zur Saison 2021 noch nicht klappt, dann stelle ich übergangsweise irgendwo einen Eiswagen auf“, zeigt sich Ribniger flexibel.

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