Zwei Jahre nach der Gesetzesneuerung

„Divers“: Wie viele Menschen in Hamm sind weder Frau noch Mann?

Männlich, weiblich und divers: Seit Dezember 2018 gibt es diese dritte Möglichkeit.
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Männlich, weiblich und divers: Seit Dezember 2018 gibt es diese dritte Möglichkeit. (Symbolbild)

Neben „männlich“ und „weiblich“ ist im Geburtenregister seit zwei Jahren auch die Option „divers“ für intersexuelle Menschen möglich. Wie oft wurde diese Option seitdem in Hamm tatsächlich genutzt?

Hamm – Es gibt Menschen, die nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen sind, also nicht offensichtlich ein Mann oder eine Frau sind. Sie gelten als intersexuell. Schätzungen zufolge werden jährlich 150 intersexuelle Menschen in Deutschland geboren. Seit Dezember 2018 können Intersexuelle nun ihr Geschlecht mit „divers“ angeben. Diese Angabe findet sich beispielsweise auch in aktuellen Stellenausschreibungen. In Hamm hat bislang noch niemand die Möglichkeit genutzt, sein Geschlecht in „divers“ ändern zu lassen.

Seit Dezember 2018 seien lediglich zwei Geschlechtsänderungen in Verbindung mit Namensänderungen verzeichnet, erklärte ein Stadtsprecher auf Anfrage. Dabei habe es sich allerdings um Personen gehandelt, die weiblich waren und sich dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlen.

Deutschlandweit machen nur wenige Menschen von der Zuordnung zum dritten Geschlecht Gebrauch: In Hamburg waren es in diesem Jahr beispielsweise sechs Personen, ebenso in München. Die Nachbarstadt Münster verzeichnet seit Jahresanfang immerhin 16 Anträge.

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