Distanzlernen in Hammer Schulen: Stadt setzt auf IServ

Schüler lernen über IServ von zu Hause aus.
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Schüler lernen über IServ von zu Hause aus. (Symbolbild)

Die Stadt Hamm setzt in Sachen Distanzlernen für ihre Schulen auf den privaten Dienstleister IServ. Von 53 städtischen Schulen nutzen 51 die Leistungen des Braunschweiger Unternehmens, das bundesweit mehr als 4000 Schulen versorgt.

Hamm – Die Entscheidung über Art und Umfang der Nutzung obliegt den Hammer Schulen selbst. Die vom Land kostenlos angebotene Lernplattform Logineo gilt als chancenlos. IServ war für viele Schulen im Frühjahrs-Lockdown die Rettung in der Not: Das System war verfügbar, bot in Abstufungen zahlreiche Dienste für den Schulalltag und wurde von der Stadt bezahlt. Logineo schied als Alternative aus: Das seit 2015 vom Land entwickelte System galt damals als noch nicht einsatzfähig.

Was die Stadt für IServ zahlt, gilt als Betriebsgeheimnis. Nach der Preisliste des Unternehmens dürfte die Grundgebühr bei etwa 120.000 Euro im Jahr liegen, dazu kommen deutliche Aufschläge für weitere Service-Leistungen. Hamm hat nach Stadtangaben einen Zwei-Jahres-Vertrag mit automatischer Verlängerungsoption.

Ein Umstieg von IServ auf Logineo sei mittlerweile nicht mehr vorstellbar, sagte ein Stadtsprecher. Während Logineo nur als Lernplattform diene, sorge IServ auch für die Steuerung der Infrastruktur. Natürlich könne man die Verträge kündigen, müsse die Leistungen dann aber europaweit ausschreiben.

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