Diskussion in der Bezirksvertretung Herringen

Keine Mehrheit für „Grüne Welle“ auf der gesamten Dortmunder Straße

Keine „Grüne-Welle“ auf Dortmunder Straße zwischen Jahnschule und Jahns
+
Mal klappt es, mal nicht: Die „Grüne Welle“ im Herringer Ortskern funktioniert nur bedingt.

Die einen gucken auf den Umweltschutz, die anderen warnen vor mehr Verkehr: Die „Grüne Welle“ auf der Dortmunder Straße sorgt für Diskussionen.

Herringen – Eine „Grüne Welle“ auf der Dortmunder Straße von der Hafenstraße bis über die Ortsmitte von Herringen hinaus? Was der Wählergruppe Pro Hamm sinnvoll erscheint, stieß bei der Mehrheit der Bezirksvertretung auf wenig Gegenliebe. Und auch die Verwaltung äußerte ihre Bedenken.

Bei einer „Grünen Welle“ werden die Ampelanlagen eines Straßenzuges so geschaltet, dass man beim Befahren der Straße mit einem bestimmten Tempo an jeder Ampel „Grün“ hat. Diese intelligente Ampelsteuerung verbessere den Verkehrsfluss und habe positive Folgen für die Schadstoffemissionen, so die Argumentation von Pro Hamm. „Denn die werden bei einem kontinuierlichen Verkehrsfluss der Kraftfahrzeuge deutlich reduziert“, heißt es in dem Antrag. Auf der Dortmunder Straße funktioniere die „Grüne Welle“ nicht, bat die Wählergruppe die Verwaltung darum, die Ampelanlagen in Herringen diesbezüglich zu prüfen.

Nach Angaben der Stadt sind die Anlagen auf der Dortmunder lediglich zwischen Radbodstraße und Chemnitzer Straße sowie zwischen Fangstraße und Neufchâteaustraße koordiniert. „Die anderen Ampeln liegen vom Abstand her so ungünstig, dass keine Koordinierung sinnvoll ist. Hier ist eine verkehrsabhängige Schaltung installiert.“

Auch Martin Kesztyüs (Bündnis 90/Grüne) hielt eine „Grüne Welle“ auf der gesamten Strecke für nicht umsetzbar. Allein schon wegen der Bedarfsampeln sei das nicht möglich. SPD-Ratsherr Franz Tillmann gab zu bedenken, dass sich bei einer „Grünen Welle“ ein Teil der Verkehre von der Johannes-Rau- wieder auf die Dortmunder Straße verlagern dürfte. Und genau das wolle man nicht.

Dr. Cevdet Gürle, Fraktionschef von Pro Hamm, zeigte sich angesichts der ablehnenden Haltung seiner Kollegen in der BV und der Verwaltung enttäuscht. Zumindest zwischen der Jahnschule und Jahns sollten die beiden Ampelschaltungen aufeinander abgestimmt sein. „Aber es funktioniert nicht.“

Rolf Schmersträter, Chef der CDU-Fraktion, konnte diese Einschätzung teilen. „Früher lief der Verkehr hier besser“, sagte er. Alles andere könne aber auch er nicht nachvollziehen.

Als Kompromiss verständigten sich die Bezirksvertreter schließlich darauf, bezüglich der Situation im Ortskern einen Experten einzuladen. Julian Janssen, Chef der SPD-Fraktion, forderte zudem Zahlen über die tatsächlichen Belastungen der Johannes-Rau- und der Dortmunder Straße ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare