Verfassungsschutz hat keine Akte über Zafer Topak

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Zafer Topak

HAMM - Dem nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz liegen keine Erkenntisse über CDU-Mitglied Zafer Topak vor. Das geht aus einem Schreiben des Landesinnenministeriums an Topak vor, das unserer Zeitung vorliegt.

Gegen den 34-Jährigen läuft in der CDU ein Parteiausschlussverfahren. Er hatte sich in der Vergangenheit als „Grauer Wolf“ bezeichnet. Bis Donnerstag hat Topak Zeit, im Verfahren Stellung zu beziehen. Als Extremisten sieht er sich nicht und hat deshalb beim Verfassungsschutz nachgefragt. Dort seien keine Daten über Topak gespeichert, auch würden keine Akten über ihn geführt, lautete die Antwort aus dem Düsseldorfer Innenministerium.

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Formal wirft die CDU ihrem Nochmitglied vor, beim Aufnahmeantrag 2001 einen Vorstandsposten beim Idealistischen Jugendverein Bönen, einer „Graue-Wölfe“-Jugendorganisation, verschwiegen zu haben. Inhaltlich geht es um das Weltbild der „Grauen Wölfe“, das die Union mit ihrem eigenen für unvereinbar erklärt. Das Parteigericht der Union leitet laut CDU-Geschäftsführung der frühere Präsident der OLG-Rechtsanwaltskammer, Dr. Dieter Finzel.

Die „Grauen Wölfe“ sind eine nationalistische türkische Partei, der zahlreiche Gewalttaten zur Last gelegt werden und die in Nordrhein-Westfalen vom Verfassungsschutz beobachtet wird. - jf

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