Diesel-Skandal: 40 Hammer Autofahrer lassen Frist für Software-Update verstreichen

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Hamm - Etwa 40 Fahrzeughalter aus Hamm haben bisher Fristen für die Nachrüstung von manipulierten Dieselmotoren verstreichen lassen. In fast allen Fällen hätten die Eigentümer aber auf Mahnungen der Behörden regiert, sagte ein Stadtsprecher. Vier Fälle seien derzeit noch offen. Bisher sei in Hamm noch kein Fahrzeug stillgelegt worden.

Bei behördlich angeordneten Nachrüstungen manipulierter Dieselmotoren, die üblicherweise über ein Software-Update erfolgt, werden die Halter von den Herstellern aufgefordert, ihr Fahrzeug innerhalb von zwölf bis 18 Monaten in einer Werkstatt vorzuführen. Wer der Aufforderung nicht rechtzeitig nachkommt, wird vom Hersteller ans Kraftfahrtbundesamt (KBA) gemeldet. Bleibt auch die folgende KBA-Aufforderung folgenlos, geht der Fall an die Stadt als Zulassungsbehörde.

Bisher seien es bis zu 40 Fälle, in denen Fahrzeughalter ihre Wagen zunächst nicht nachgerüstet hatten, sagte ein Stadtsprecher. In einigen Fällen hätten sich das Update und die Meldung des KBA an die Stadt überschnitten, in bis zu 15 Fällen habe die Stadt die Halter dann selbst angeschrieben und zum Handeln aufgefordert. Das geschehe dann meist auch.

Lassen Halter auch die letzte Aufforderung durch die Stadt verstreichen, werden ihre Fahrzeuge stillgelegt. Bisher seien in Hamm noch keine entsprechenden Bescheide versandt worden, sagte der Sprecher. Als Grund für das Nichtnachrüsten gilt neben dem „Vergessen“ die Sorge um eine nachteilige Wirkung des Updates, beispielsweise durch höheren Kraftstoffverbrauch oder verminderte Leistung. In den Fällen, in denen Halter gegen Händler oder Hersteller klagen, steht die Frage einer Beweismittelvernichtung im Raum

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