Was braucht Rhynern?

Diese Orte in Rhynern könnten zu Wohnquartieren entwickelt werden

Hamm Rhynern Dierhagenweg Baugebiet soll entstehen
+
Platz für 400 neue Wohneinheiten? Von dem 16 Hektar großen Areal am Dierhagenweg versprechen sich die Planer vielfältige Wohnformen.

Der Stadtbezirk Rhynern gilt aufgrund seiner ländlichen Prägung für viele als ein attraktiver Ort zum Wohnen. Welche Orte könnten denn überhaupt erschlossen werden? Die Potenzialflächen sind nun benannt. Diskutieren Sie mit (Formular unten im Artikel)!

Rhynern – Der Stadtbezirk Rhynern wird kleiner und älter. Das sagt die Bevölkerungsprognose der Stadt Hamm aus. Bis 2035 soll der Anteil der über 65-Jährigen auf bis zu 29,7 Prozent ansteigen. Im Gegensatz dazu nimmt die Zahl der Menschen unter 18 Jahren weiter ab. Neben der Alterung der Bevölkerung lässt sich ein Trend zu mehr Single-Haushalten im Stadtbezirk beobachten. Von 2003 bis 2017 stieg er von 31,2 auf 37,3 Prozent. Dazu passt, dass die durchschnittliche Haushaltsgröße von 2,3 auf 2,1 Personen in diesem Zeitraum gesunken ist. Weniger Menschen bedeutet also nicht weniger Wohnraum.

Im frisch verabschiedeten Städtebaulichen Rahmenplan sind mit Blick auf diese Entwicklung Ziele formuliert worden. Ganz oben steht, dass die Bevölkerungsentwicklung stabiliert werden soll. Wie? Neue Wohnquartiere könnten in Berge, Westtünnen und Rhynern entstehen. Flächen in der im Zusammenhang bebauten Ortsteile, auf denen eine Nachverdichtung anbietet, sind im Einzelfall zu prüfen und im Falle der Machbarkeit zu nutzen. Schützenswerte grüne Blockinnenbereiche sollen nicht verdichtet werden.

Wohnen in Rhynern: 400 neue Wohneinheiten am Dierhagenweg

Bei der Entwicklung neuen Wohnraums steht das Gebiet am Dierhagenweg, südlich des geplanten Haltepunktes in Westtünnen, oben auf der To-Do-Liste der Planungsbüros, die den Rahmenplan erarbeitet haben. Der Bereich soll verschiedene Bevölkerungsgruppen mit vielfältigen Wohnformen ansprechen. Die Planer gehen davon aus, dass dort rund 400 neue Wohneinheiten auf den derzeit zur Diskussion stehenden 16 Hektar entstehen können. Nicht auf einen Schlag, sondern in Etappen, an den tatsächlichen Bedarf angepasst.

Die Nähe zum neuen Haltepunkt ist das große Plus, da so Autoverkehr reduziert werden könnte. Zudem will sich die Stadt an der NRW-Initiative „Bauland an der Schiene“ beteiligen und hofft auf Fördermittel.

Zwar haben die Ingenieure weitere Potenzialflächen für Wohnraum im Stadtbezirk ausgemacht, doch sind diese nicht zeitnah verfügbar oder stehen nicht als Bauland zur Diskussion. Wo wären abseits des Dierhagenwegs noch Chancen für eine neue Wohnsiedlung?

Wohnen im Stadtbezirk Rhynern: Die Optionen in Berge

- Wohnquartier „Ostdorfer Feld“ (Fläche 4,6 Hektar) zwischen Fischerstraße (im Westen und Süden), Ursulastraße (im Osten) und einer nördlichen Begrenzung in der Verlängerung des Carolinenweges zur städtebaulichen Einbindung der Hellwegschule.

- Kleinteilige Arrondierung des Wohngebiets im Blockinnenbereich an der Pilsheide / Heideweg (Fläche 2,8 ha).

- Neues Wohnquartier am Käthe-Kollwitz-Weg/Dürerstraße.

Wohnen im Stadtbezirk Rhynern: Die Optionen in Westtünnen

Im Ortsteil Westtünnen werden vier weitere Bereiche als ergänzende Wohnbauflächen entwickelt.

- Unterer Heideweg/Pählenweg (2,4 Hektar).

- Zwei daran angrenzende Potenzialflächen für eine wohnbauliche Entwicklung bilden das durch einen Grünstreifen getrennte, östlich anschließende Wohngebiet „Pählenweg West“ mit einer Fläche von 2,1 ha sowie das durch einen Grünstreifen vom Wohngebiet „PählenwegWest“ getrennte und bis zum Caldenhofer Weg reichende Areal „Pählenweg-Ost“ mit einer Fläche von 2,4 ha.

- Eine 0,4 ha große Potenzialfläche für den Wohnungsbau befindet sich am „Distlerweg“. Dieses Areal ist bereits Wohnbauflächenreserve.

- Im Dorfkamp und im Bereich Caldenhofer Weg / Unterer Heideweg wird die aufgelockerte Siedlungsstruktur erhalten.

Wohnen im Stadtbezirk Rhynern: Die Optionen in Rhynern

- „An der Lohschule“. Die Fläche ist 3,6 Hektar groß und bereits im Bebauungsplanverfahren.

- „Auf der Helle“ (siehe unten stehender Bericht)

- „Ostendorfstraße“, das Mensing-Grundstück ist bereits im B-Plan-Verfahren.

- Straßenrandbebauung „Am Sportplatz“ neben dem Westfalia-Sportheim.

- Eine Nachverdichtung der heute unbebauten Blockinnenbereiche bietet sich an folgenden Standorten an: „Klostergarten“, „Weingarten/Blaukittelallee“, „Bördenweg“ und „Molkereistraße“.

Sagen Sie uns hier Ihre Meinung!

Bitte schreiben Sie maximal 3 Sätze pro Frage. (Mindestens 50 Zeichen.)

Mit Ausfüllen und Abschicken dieses Formulars erkläre ich mich einverstanden, dass ich mit meinem Statement im Westfälischen Anzeiger namentlich genannt werde.

Das Thema kommentieren können Sie außer über das Formular auch unter dem passenden Post auf der WA-Facebookseite und per Mail an rhynern@wa.de.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Print-Ausgabe des Westfälischen Anzeigers vom 17. Juni. Der nächste Schwerpunkt unserer Serie „Was braucht Rhynern?“ erscheint am 1. Juli im Print und Online. Dann geht es um das Thema „Schule und Bildung“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare