Ermittlungserfolg

Spektakulärer Diebstahl: Polizei ordnet rumänischer Bande weitere Taten an Geldautomaten zu

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Hier kam es am 12. September zum Übergriff.

Hamm - Nach dem spektakulären Trickdiebstahl an einem Sparkassen-Geldautomaten kann die Polizei nun einen weiteren Ermittlungserfolg verzeichnen. Die rumänische Bande war auch in anderen Städten aktiv. Auf die Spur kamen die Beamten durch Fotos aus Hamm.

In Köln, Bonn und Dortmund hat die Masche funktioniert, in Hamm war dann Endstation: Knapp vier Wochen nach dem spektakulären Trickdiebstahl am Sparkassen-Geldautomat in der Weststraße sind die Ermittler der Hammer Polizei ein gutes Stück vorangekommen. Anhand der Fotos, die an jenem 12. September in Hamm von den Überwachungskameras der Bank gefertigt wurden, werden der rumänischen Betrügerbande drei weitere Taten zugeordnet. 

Möglich wurde das durch den so genannten Kriminalpolizeilichen Meldedienst (KPMD). Die Bilder aus Hamm wurden behördenintern darüber verbreitet. Aus Köln, Bonn und Dortmund gab es dann entsprechende Treffermeldungen. Auch dort sollen die beiden Trickdiebinnen mit ihrem Zeitungstrick Bankkunden beim Geldabheben abgelenkt und jeweils dreistellige Geldbeträge erbeutet haben. 

Zeuge wurde angefahren

So dramatisch wie in Hamm entwickelten sich die Fälle dort aber nicht weiter. Wie berichtet, war in Hamm ein 55-jähriger WA-Kollege ins Netz der Bande geraten. Er hatte 50 Euro abheben wollen, als ihn die Frauen bedrängten. Ihnen gelang es 400 Euro abzuheben und einzustecken. Als das Opfer sich mit zwei Zeugen an die Verfolgung der Täterinnen gemachte hatte, tauchte an der Nordstraße ein Ford Fokus auf. Zwei Männer stiegen aus und bedrohten die Verfolger mit einer Brechstange. Die Frauen liefen daraufhin zu ihren Beschützern; alle rasten in dem Ford davon. Einer der Zeugen wurde dabei angefahren, ein Auto auf dem Nordring beschädigt, und mehrere Ampeln wurden bei Rotlicht überfahren. Es kam zu mehreren Fast-Unfällen. Die Polizei stoppte den Wagen schließlich an der Heessener Straße/Ecke Münsterstraße. 

Lesen Sie hier alle Infos zu dem Diebstahl

Das Quartett sitzt seitdem in unterschiedlichen Gefängnissen NRWs in Untersuchungshaft. Die bei der Festnahme sichergestellten 2 000 Euro haben sich keinen weiteren Taten zuordnen lassen. Kurz vor dem Coup von der Weststraße hatten die Frauen auch in der Volksbank-Filiale am Westentor eine Kundin bestehlen wollen, waren aber gescheitert.

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