Fertigstellung im Frühjahr

Die wohl längste Kita in Hamm: Der Bau am Großen Sandweg liegt im Zeitplan

Viel Raum für bis zu 75 Kinder: Der Neubau der Kita am Großen Sandweg in Hamm schreitet voran. Die fünf Gebäude sind über einen 75 Meter langen Flur miteinander verbunden.
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Viel Raum für bis zu 75 Kinder: Der Neubau der Kita am Großen Sandweg schreitet voran. Die fünf Gebäude sind über einen 75 Meter langen Flur miteinander verbunden.

75 Meter lang wird die neue Kita, die die Hammer Gemeinnützige Baugesellschaft (HGB) am Großen Sandweg errichtet. Sie ist damit die wohl längste Kindertageseinrichtung der Stadt.

Hamm-Norden – Auch der Neubau der Kita St. Stephanus in Heessen ist etwas kürzer, obwohl sich die beiden Gebäude in mancher Hinsicht gleichen. Die Entwürfe für beide stammen vom Architekturbüro Fritzen+Müller-Giebler, das bereits mehrere Kindergärten in Hamm gebaut hat. Die Ahlener Architekten planten parallel auch die neue Movere-Kita an der Eschenallee in Hamm-Süden, bei der die HGB ebenfalls als Investorin aufgetreten ist.

Noch sind die Arbeiten alle im Zeitplan. Im April oder Mai soll sie fertig sein, wenn das Wetter weiter mitspielt. „Die Fenster sind drin und die Heizung läuft schon“, berichtet HGB-Geschäftsführer Thomas Jörrißen über den aktuellen Stand der Bauarbeiten. Auch die Außenfassade ist bereits weitgehend erstellt. Zurzeit werden die Gewerke im Inneren angegangen. Dazu gehören Elektrik, Heizung und die Sanitäranlagen. Der Estrich ist bereits gelegt, doch die Oberböden sind noch nicht fertig.

Hochwertige Innenausstattung

Besonderen Wert legt Jörrißen darauf, dass auch die Innenausstattung sehr hochwertig werden soll, um den Kindern und Beschäftigten einen guten Lebens- und Arbeitsraum zu schaffen. Und vielleicht biete ja der lange Flur besondere Möglichkeiten für die Kinder. „Hier könnte man ja Bobbycar-Rennen veranstalten“, scherzt er.

Auf 790 Quadratmetern wird Platz für vier Kita-Gruppen, Multifunktionsflächen, Sozial- und Verwaltungsräume geschaffen. Das bietet Raum für 65 bis 75 Kinder im Alter von vier Monaten bis zur Einschulung. Auf dem Gelände werden auch sieben Stellplätze für die Bediensteten gebaut, um die Parksituation in der Straße nicht zusätzlich zu verschärfen. Sollte die Kita-Nutzung langfristig wegfallen, könnten in dem Haus mit vertretbarem Aufwand auch Wohnungen eingerichtet werden. Grund und Boden hat die HGB von der Stadt auf Erbbaubasis bekommen. Für das Gebäude selbst kalkuliert Jörrißen mit Kosten von 2,4 Millionen Euro.

Bäume mussten der wohl längsten Kita Hamms weichen

Errichtet wird das Gebäude auf einem Grundstück, das ehemals als Streuobstwiese entwickelt werden sollte. Bürger hatten dafür Obstbäume gespendet, die jedoch alle wieder gefällt werden mussten, weil sie eine Umpflanzung nicht überstanden hätten. Inzwischen hat die HGB Ersatzpflanzungen an zwei Stellen im Hammer Norden vorgenommen, neben dem Stadtteilzentrum an der Sorauer Straße und neben dem Fuß- und Radweg Kornmersch.

Die HGB errichtet das Kita-Gebäude und vermietet es für 20 Jahre an den Träger, die Arbeiterwohlfahrt (Awo). Derzeit gibt es bereits an der Awo-Kita am Bänklerweg Übergangsgruppen, die in Containern untergebracht sind. Sie sollen in die neue Kita umgesiedelt werden.

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