Die Stadt pflanzt mehr Bäume nach, als gefällt wurden

Fünf Bäume hat die Stadt jetzt am Nordenstiftsweg nachgepflanzt. Im gesamten Stadtbezirk Hamm Bockum-Hövel waren es 39.
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Fünf Bäume hat die Stadt jetzt am Nordenstiftsweg nachgepflanzt. Im gesamten Stadtbezirk Bockum-Hövel waren es 39.

Es waren wohl die letzten Bäume, die jetzt am Nordenstiftsweg zum Abschluss der Pflanzperiode als Ersatzpflanzungen in die Erde gebracht würden. Fünf Hopfenbuchen stehen jetzt dort und ergänzen die Birken entlang der Straße in der Nähe des Rheinsberger Platzes.

Bockum-Hövel/Hamm-Norden – Es sind jedoch bei weitem nicht die einzigen, die im Stadtbezirk Bockum-Hövel Ersatz bilden für gefällte oder anderweitig verschwundene Bäume. Insgesamt seien im vergangenen Jahr im Bezirk Bockum-Hövel 24 Straßenbäume gefällt worden, teilt Stadtsprecher Lukas Huster auf Anfrage unserer Zeitung mit. Demgegenüber stünden 39 neue Bäume, die für entnommene oder an freien Standorten gepflanzt worden seien.

Am Nordenstiftsweg wurden fünf Hopfenbuchen gepflanzt. Sie ersetzen Birken, die dort bereits früher einmal nachgepflanzt wurden, an diesem Standort nicht angewachsen sind. Insbesondere Birken brauchen viel Wasser und sind daher in den vergangenen Jahren mit den trockenen Sommern nicht zurechtgekommen. Die Hopfenbuchen vertrügen die Trockenheit deutlich besser, sagte Gärtnermeister Marcus Reichert aus Lippstadt-Benninghausen. Er hat mit seiner Gartenbaufirma die Bäume gepflanzt.

Standorte an vielen Straßen

Weitere Standorte, an denen Ersatzpflanzungen vorgenommen wurden, sind nach Auskunft von Huster neben dem Nordenstiftsweg der Bockumer Weg, die Geiststraße, die Hohenhöveler Straße, die Schleswigstraße, die Eichstedtstraße, der Bänklerweg, der Friedhof Erlenfeldstraße, die Marinestraße, die Pieperstraße sowie die Straßen Am Wemhof und Reimanns Kotten. Damit seien die Ersatzpflanzungen in dieser Saison abgeschlossen.

Grundsätzlich würden alle gefällten Straßenbäume möglichst an gleicher Stelle ersetzt. Vor der Pflanzung werde allerdings geprüft, ob es Gründe gebe, aus denen eine Pflanzung an gleicher Stelle ausscheide, so der Stadtsprecher. Als Beispiele führt er geplante Baumaßnahmen und nicht mehr zukunftsfähige Standorte an.

Nicht jeder Baum passt an jeden Standort


Für die Auswahl der Bäume, die nachgepflanzt werden, gibt es nach Auskunft von Huster unterschiedliche Kriterien. In der Regel werde mit derselben Baumart nachgepflanzt, die entnommen worden sei. Dies sei aber nicht immer sinnvoll.

So würden zum Beispiel Baumarten, die erfahrungsgemäß für die zunehmende Sommertrockenheit stark anfällig seien – wie etwa die Birke – nicht mehr im Straßenraum verwendet (siehe obiges Beispiel). Stiel- und Traubeneichen würden aufgrund des Eichenprozessionsspinners nur noch dort gepflanzt, wo sonst der Alleencharakter nicht mehr gegeben wäre. „Es kommen daher Bäume zum Einsatz, die mit den immer schwieriger werdenden Bedingungen für Straßenbäume besser zurechtkommen, wie die Hopfenbuche“, so Huster.

Keine vorsorglichen Pflanzungen

In früherer Zeit sei die Auswahl an Bäumen für den Siedlungsraum insgesamt begrenzter gewesen. Viele sehr große Baumarten würden auch aufgrund beengter Platzverhältnisse durch kleiner bleibende Arten ersetzt. Heute existiere eine Vielzahl von schmalwüchsigen, kleinkronigen Bäumen, die für den Verwendungszweck besser geeignet seien, so Huster.

Vorsorgliche Pflanzungen im Hinblick auf künftig zu fällende Bäume würden nicht vorgenommen. Allerdings prüfe die Stadt vor jeder Pflanzsaison, ob es weitere mögliche Standorte gebe, teilt Huster mit.

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