Obdachlose und Straßenszene

Linke fordern mehr Streetworker für Hamm

Schlafen in der Innenstadt: Die Linke fordert zusätzliche Kräfte in der aufsuchenden Sozialarbeit, um Menschen besser helfen zu können.
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Schlafen in der Innenstadt: Die Linke fordert zusätzliche Kräfte in der aufsuchenden Sozialarbeit, um Menschen besser helfen zu können.

Die Diskussion über Lösungen für die Drogen-, Straßen- und Wohnungslosenszene ist im politischen Raum angelangt und landete so auch in der Bezirksvertretung Mitte. Roland Koslowski (Die Linke) erneuerte seine Forderung, dringend in Personal für aufsuchende Sozialarbeit zu investieren.

Hamm – Der Vorfall ist charakteristisch und kein Einzelfall: Am Donnerstag gegen 5 Uhr trafen Polizisten nach einer anonymen Alarmierung im Parkhaus unter dem Kino auf eine hilflose, verletzte Person. Die Person war betrunken, aggressiv und wurde ins St. Marien-Hospital gebracht. Eine Anzeige wurde nicht geschrieben.

Bezirksbürgermeisterin Stefanie Baranski erklärte, es hätten bereits Gespräche zwischen Trägern der Wohnungslosenhilfe und der Stadt stattgefunden. Lösungsansätze nahm sie aber nicht vorweg.

„Hier herrscht maximaler Stillstand“, entgegnete Koslowski. Öffentlich feiere man die Einstellung von 20 neuen Kräften beim Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) und andererseits diskutiere man noch über die Besetzung einer einzigen neuen Stelle in der Sozialarbeit. „Über Ordnungskräfte allein werden wir die Problematik nicht lösen können“, so Koslowski. „Je länger wir warten, desto größer werden die Probleme.“

Verdrängen helfe nicht. Minderheiten ließen sich nicht unsichtbar machen, indem man sie beispielsweise aus dem Nordringpark verdränge. Außerdem müssten Betroffene eine Stimme in der Diskussion erhalten. „Sie sitzen nämlich nicht mit an runden Tischen“, sagte Koslowski.

Siegbert Künzel (Grüne) appellierte, zunächst einen Sachstandsbericht der Verwaltung abzuwarten und von dort aus weiter zu diskutieren, statt jetzt in Aktionismus zu verfallen.

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