Die Kirche bleibt kalt: Für Gottesdienste gelten neue Regeln

Künftig muss bei allen Gottesdiensten und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen in Hamm durchgängig eine Mund- Nasen-Bedeckung getragen werden.
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Künftig muss bei allen Gottesdiensten und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen durchgängig eine Mund- Nasen-Bedeckung getragen werden.

Die erste Corona-Welle im Frühjahr hatte dazu geführt, dass Gottesdienste ausgesetzt werden mussten. Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens verschärfen das Bistum Münster und das Erzbistum Paderborn ihre Regeln, in der Hoffnung, so Gottesdienste weiter feiern zu können und auch damit einen Beitrag gegen die Ausbreitung der Pandemie zu leisten.

Hamm – Künftig muss bei allen Gottesdiensten und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen durchgängig eine Mund- Nasen-Bedeckung getragen werden. Im Bereich des Pfarrverbundes Hamm Mitte-Osten hatte Pfarrer Bernd Mönkebüscher bereits Ende September um diese Maßnahme gebeten. Jetzt wird sie Pflicht.

Allerdings sind bei den Gottesdienstfeiern Gottesdienstleiter, Messdiener, Lektoren und Vorsänger von dieser Pflicht ausgenommen. Wenn die Inzidenz die Zahl 35 pro 10.0000 Einwohner wieder unterschreitet, soll die Regelung wieder abgeschafft werden.

Treffen nur mit Einhaltung der Schutzmaßnahmen

Die katholischen Hammer Pfarrgemeinden teilen mit, dass grundsätzlich weiterhin Zusammenkünfte, Gruppenstunden oder außerschulische Bildungsangebote durchgeführt werden können. Vor Ort müssten allerdings die notwendigen Hygienevorschriften beachtet werden.

Anscheinend haben bislang die Hygieneregeln funktioniert, denn in NRW gab es in katholischen Gottesdiensten bislang keinerlei Infektionen durch das Coronavirus. Das teilte jetzt der Leiter des Katholischen Büros bei Landtag und Landesregierung in Düsseldorf, Antonius Hamers, mit. Die bisher geltenden Corona-Bedingungen bleiben davon unberührt. Teilnehmerlisten, Sitzpläne und Anmeldungen gelten nach wie vor.

Beim Gottesdienst bleibt die Heizung aus

Gottesdienstbesucher werden sich über den Winter zudem warm anziehen müssen. Die nordrheinwestfälischen Diözesen und die evangelische Landeskirche raten dazu, die Kirchen nicht zu den Gottesdiensten so aufzuheizen wie gewohnt, sondern eine Grundtemperatur von maximal 12 Grad Celsius dauerhaft zu halten, um die Luftbewegungen so gering wie möglich zu halten und die Luftfeuchtigkeit möglichst nicht unter 50 Prozent sinken zu lassen.

Es sei inzwischen erwiesen, dass eine relative Luftfeuchte von 50 bis 60 Prozent die Infektiosität der in den Aerosolen befindlichen Coronaviren mindert. Die relative Luftfeuchte lasse sich in der Regel durch die Raumtemperatur direkt beeinflussen, heißt es von den Hammer Pfarrgemeinden. Die Bistümer raten nun dazu, die Heizungen rund 30 Minuten vor der Nutzung des Raumes auszuschalten, so dass die Luft sich rechtzeitig vor Eintreffen der Besucher beruhigen kann. Diese Empfehlung soll nun auch in den Hammer Gemeinden umgesetzt werden

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