DGB-Veranstaltung am 1. Mai: Nelken als Zeichen der Solidarität

1. Mai - Kundgebung
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1. Mai - Kundgebung

Eine kleine Corona-gerechte DGB-Veranstaltung findet am 1. Mai statt. Zum zentralen Thema „Solidarität ist Zukunft “ werden am Martin-Luther-Platz zwischen 11 und 12 Uhr rote Nelken verteilt.

Hamm – Die Gewerkschaft zeigt sich wieder – zumindest ein wenig. Wegen der Corona-Pandemie musste 2020 die Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“, abgesagt werden. Stattdessen gab es einen Live-Stream. Den gibt es auch in diesem Jahr, aber unter dem zentralen Motto „Solidarität ist Zukunft“ findet in Hamm auf dem Martin-Luther-Platz am Samstag zwischen 11 und 12 Uhr zumindest eine kleine, stillere und Corona-gerechte Veranstaltung statt.

Wie der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Joachim Hoen und der Kreis-Vorsitzende der IG Bau (Bauen – Agrar – Umwelt), Ludger Kraienhemke, mitteilen, werden die Vertreter der Gewerkschaft ihre Banner aufstellen, rote Nelken verteilen und die politische Bedeutung der Blume und ihre Bedeutung für die Arbeiterbewegung erklären. Eine zentrale Ansprache findet nicht statt.

„Unsere Solidarität gilt den Arbeitnehmern“, sagt Hoen. „Sie dürfen nicht die Verlierer der Pandemie sein. Deshalb müssen wir das Zusammenrücken viel stärker leben.“ Die Corona-Krise habe viele Arbeitsprozesse verändert und diese Veränderung werfe ebenso viele Fragen auf: Homeoffice, Arbeitszeiterfassung, bisherige gemeinsame Fahrten zur Arbeitsstelle wie zum Beispiel auf dem Bau oder Hygienefragen. Besonders Minijobber und Angelernte seien die Verlierer der Krise. Für sie gehe es darum, sichere Arbeitsverhältnisse zu schaffen, so Hoen. Aber auch Dauerthemen wie der Flächentarifvertrag in der Altenpflege müssten zum Abschluss kommen.

Kraienhemke erinnerte an die Wegezeit-Diskussion in der Baubranche, die zu einem Abschluss geführt werden müsse. Die Stimmung unter den Beschäftigten sei kämpferisch, das Thema sei von großer Bedeutung. Auch die Beschäftigungsverhältnisse für Gebäudereiniger gelte es besonders in Zeiten der Pandemie in den Fokus zu rücken. Die Kräfte seien einem hohen Risiko ausgesetzt.

Wie im letzten Jahr gibt es wieder einen Livestream, der zeitgleich auf der DGB-Internetseite, Facebook und Youtube übertragen wird. Neben den Mai-Reden der Mitglieder aus dem geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand, Statements von Gewerkschaftern aus ganz Deutschland und der Welt gibt es wieder Musik und Poetry-Slam. Gäste in Talkrunden sind unter anderem der Soziologe Heinz Bude, der ein Buch zum Thema Solidarität geschrieben hat, die Chefredakteurin von Edition F, Mareice Kaiser, und Magdalena Rodl, Digital-Chefin bei Microsoft Deutschland. Der Livestream beginnt am 1. Mai um 14 Uhr.

Politische Organisationen aus Hamm und Umgebung wollen im Sinne dieses Mottos eine unterstützende Aktion starten. Linksjugend [‘solid] Hamm, VVN-Hamm und DKP Hamm/Hellweg und Sol Hamm rufen alle Interessierten dazu auf, am 1. Mai um 10 Uhr auf den Willi-Brandt-Platz zu einer kurzen Auftaktkundgebung und einem anschließenden Demonstrationszug mit Schluss am Martin-Luther-Platz zu kommen, wo man sich der DGB-Veranstaltung anschließen wird.

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