Starke Zahlen: Die Hammer stehen auf ihre Stadtbücherei

Mehrere hunderttausend Hammer nutzten im vergangenen Jahr den Eingang zu ihrer Zentralbibliothek.
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Mehrere hunderttausend Hammer nutzten im vergangenen Jahr den Eingang zu ihrer Zentralbibliothek.

Der Trend setzt sich fort: Die Hammer Stadtbüchereien werden immer mehr als Aufenthalts-, Lern- und Begegnungsorte genutzt.

Hamm – 468.030 Bürger kamen im vergangenen Jahr in die Zentralbibliothek und die Stadtbüchereien – das sind fast 16 Prozent mehr als im Jahr 2018. Das Gros besuchte natürlich die Zentralbibliothek: Mit 354.708 gab es dort wieder so viele Besucher wie 2017 – nach einem „Durchhänger“ 2018 (304.075) – und damit ein ansehnliches Plus von knapp 17 Prozent.

2958 Bürger meldeten sich als Nutzer neu an (plus 4 Prozent), allerdings sank die Zahl der aktiven Nutzer um 3 Prozent auf 14.983. Sie entliehen zusammen 666.826 Medien (Bücher, Zeitschriften, CDs, DVDs, Noten, Spiele et cetera). Bemerkenswert: Führungen werden immer stärker nachgefragt. Dass ihre Zahl um knapp 6 Prozent auf 259 stieg, führt Büchereichef Jens Boyer vor allem darauf zurück, dass Neustudenten das Haus kennenlernen wollen.

Sehr unterschiedlich ist die Entwicklung im digitalen Bereich: Die „onleihe 24“ ist weiterhin ein Pfund, mit dem die Stadtbüchereien wuchern können, auch wenn sich der Trend nach explodierenden Zahlen der Vorjahre abschwächt: Dort stieg die Zahl der Hammer Ausleihen um 7 Prozent auf 62.229. Die Homepage wurde mit 140.705 Aufrufen fast unverändert oft angeschaut.

Allerdings sank die Zahl der Nutzer des Online-Katalogs Opac um knapp 8 Prozent auf 121.349. Und auch der allgemeine Trend, dass Facebook nicht mehr so gefragt ist, wie früher schlägt sich nieder: Dort sanken die Aufrufe um knapp 30 Prozent auf 179.812 Zugriffe.

Mehr Besucher dank W-Lan

Aus den Zahlen zieht Boyer Rückschlüsse, in welche Richtungen die Stadtbüchereien entwickelt werden müssen, um den Bedürfnissen der Nutzer weiter entgegenzukommen:

So soll die dritte Etage der Zentralbibliothek, auf der die Sachbücher präsentiert werden, noch stärker als schon bisher als Lernbereich ausgebaut werden. Das gelte sowohl für Gruppenarbeiten als auch für „eigeninitiatives“ Lernen. Als einen wichtigen Grund für die steigenden Besucherzahlen in der Zentralbibliothek nennt Boyer das mittlerweile frei zugängliche W-Lan.

Eine Sonntagsöffnung steht derzeit nicht auf der To-do-Liste. Stattdessen können Nutzer seit kurzer Zeit kostenfrei Musik streamen.

Autobücherei mit guten Zahlen

Weil die zunehmende Zahl der digitalen Angebote nicht mehr unbedingt selbsterklärend ist, würden zum einen Angebote zur aktiven Vermittlung – beispielsweise in der Digitalen Woche (9. bis 15. März) – gemacht, zum anderen vermehrt Bildungskooperationen angeboten. Letzteres betrifft nicht nur das Märkische Gymnasium, sondern auch das Familienzentrum am Lisenkamp/Kindertagesstätte Mark.

Der Fahrplan der Autobücherei ist mit Indienststellung des neuen Fahrzeugs im vergangenen Jahr bereits überarbeitet worden – mit Erfolg: Die Ausleihzahlen stiegen um gut ein Prozent auf 68.482. Neben den Grundschulen sollen weiterhin auch Kitas angesteuert werden.

Büchereichef Jens Boyer am Arbeitsplatz.

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