Desinteresse rund um „St. Jupp“ - Frust bei der BI

Was wird aus dem St.-Josef-Krankenhaus? Fragt immer noch die BI zum Erhalt der Einrichtung.
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Was wird aus dem St.-Josef-Krankenhaus? Fragt immer noch die BI zum Erhalt der Einrichtung.

Die Zeit zieht ins Land, und rund um das St.-Josef-Krankenhaus in Hamm herrscht ein großes Schweigen. Das hat - natürlich - Kritik zur Folge.

Bockum-Hövel – Weder gibt die St.-Barbara-Klinik als Betreiber des Veräußerungsverfahrens Informationen zu dessen Stand preis, noch entwickeln die Parteien Ideen, was nach dem Schließen der Klinik geschehen soll. Die Bürgerinitiative (BI) für den Erhalt des St.-Josef-Krankenhauses ergreift in dieser Situation erneut das Wort.

„Die BI steht weiterhin zu ihrer Forderung: Das Krankenhaus in Bockum-Hövel muss erhalten bleiben. Gerade die Entwicklungen in der Gesundheitsvorsorge in den vergangenen Jahren zeigen einmal mehr, dass die Leistungskapazität in allen Bereichen der Gesundheitsvorsorge erreicht und auch schon überschritten wird“, teilt BI-Sprecherin Marina Weber in einer Stellungnahme mit.

Es bleibt beim Umzug von "St. Jupp" im Jahr 2021

"Haben wir nicht ein Informationsrecht?"

Alle bisher eingeleiteten Maßnahmen des Trägers wiesen bisher darauf hin, dass die versprochenen Zentralisierungen weder zeitgerecht noch zeitnah oder eventuell überhaupt nicht umgesetzt würden. „Aber haben wir hierauf nicht ein Informationsrecht? Wenn es schlussendlich nur auf eine Schließung des ,St. Jupp’ zulaufen sollte, ohne Überführung von Fachbereichen und Betten, dann sehen wir nicht nur in Bockum-Hövel, sondern in ganz Hamm eklatante Versorgungsengpässe“, so Weber.

Und sie verweist auf ein Schreiben, das die BI am 27. Dezember an die Ratsfraktionen und an Geschäftsleitung der St.-Barbara-Klinik geschickt hatte. Darin hatte die BI an das Versprechen erinnert, dass den Bürgern ein transparentes und diskriminierungsfreies Veräußerungsverfahren angekündigt worden sei. Bis spätestens November 2019 sollte es auch einen öffentlichen Bericht geben.

Keine Transparenz gewünscht?

Bis heute habe die BI keine Antwort erhalten. Das lasse den Schluss zu, dass man in diesem Verfahren – entgegen aller öffentlichen Bekundungen – keine Transparenz wünsche und die Bürger und Mitarbeiter schlussendlich vor vollendete Tatsachen stellen wolle. Dagegen protestiere die BI.

Und Weber stellt fest, es sei traurig, dass sich die überwiegende Anzahl der Politiker in Hamm nicht für dieses Thema interessiere. Es sei unerträglich, wenn CDU-Politiker den Park vor dem Bürgeramt attraktivieren wollten, Politiker der Grünen mit Werner Reumke und die SPD-Fraktion mit Damian Chatha den Bahnhof verschönern wollten, aber zu existenzbedrohenden Dingen wie der Schließung des St.-Josef-Krankenhauses in Bockum-Hövel schwiegen.

Rahmenplan für die City angemahnt

Weiterhin mahnt Weber den im Zusammenhang mit der Schließung des Krankenhauses versprochenen Rahmenplan für die City an. Denn die Verwaltung hatte Ergebnisse bereits für Anfang des vergangenen Jahres angekündigt. Alles, was dazu diene, die zukünftige medizinische Versorgung in Bockum-Hövel sicherzustellen, müsse in der Bauleitplanung Niederschlag finden.

„Wir fordern noch einmal alle Beteiligten auf, klar und deutlich über die zukünftige Planung und Entwicklung Stellung zu beziehen. Wir werden nicht aufgeben, im Sinne der Vielzahl der Unterstützer weiter zu kämpfen und wir sind gespannt, wie sich die Politiker zur Kommunalwahl 2020 verhalten werden“, macht Marina Weber deutlich.

Außerdem aktuell auf wa.de: Wir berichten über einen Brand in einem Baumarkt in Herten im Kreis Recklinghausen.

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