Hoffen auf Fördermittel

Der Zahn der Zeit: Sanierungsumfang im Bauhof wird ermittelt

Kämpfen für den Bauhof: Hans-Jürgen Fröhlich (von links), Franz Tillmann, Julian Janssen, Frank Gickel und Klaus Tegethoff.
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Kämpfen für den Bauhof: Hans-Jürgen Fröhlich (von links), Franz Tillmann, Julian Janssen, Frank Gickel und Klaus Tegethoff.

Die Kultur- und Begegnungsstätte „Alter Bauhof“ ist in die Jahre gekommen und bedarf dringend einer umfangreichen Sanierung.

Herringen – Daher freut es den Vorsitzenden des Trägervereins, Hans-Jürgen Fröhlich, dass die SPD-Bezirksfraktion aus dem Bezirksbudget 40.000 Euro zur Verfügung gestellt hat, um den Sanierungsbedarf zu ermitteln.

Schon in den vergangenen Jahren seien, wie Fröhlich im Beisein von Fraktionschef Julian Janssen, Ratsherr Franz Tillmann, Bezirksvertreter Frank Gickel und Klaus Tegethoff (Trägerverein) sagte, immer wieder Instandsetzungsarbeiten in Eigenregie durchgeführt worden. Nach 25 Jahren seien jetzt größere Arbeiten erforderlich, die der Trägerverein alleine aber nicht mehr stemmen könne. Konkret nannte Fröhlich fünf Bereiche.

Hier herrscht besonderer Bedarf

  • Dach: Es ist an mehreren Stellen undicht. Fröhlich befürchtet, dass sämtliche Dachpfannen, die noch aus der Anfangszeit des Bauhofs stammen, erneuert werden müssen. Inwieweit auch der Dachstuhl zu sanieren ist, sollen die anstehenden Untersuchungen zeigen.
  • Toiletten: Auch sie sind „in die Jahre gekommen“. Ein weiteres Problem ist eine Geruchsbelästigung, die eine Folge veralteter Kanäle sein könnte.
  • Heizung: Sie ist ebenfalls nicht mehr auf dem neuesten Stand. Fröhlich: „Die Fehler und Defekte haben in letzter Zeit leider zugenommen.“
  • Mauerwerk: An einzelnen Stellen gibt es Risse oder ist der Putz abgeplatzt. Auf Dauer werde man die Schäden, so Fröhlich, nicht mehr alleine ausbessern können.
  • Fenster: Auch sie stammen aus der Anfangszeit. Man habe es, so Fröhlich, mit einer Einfachverglasung und Holzfenstern zu tun. „Teilweise sind sie verzogen und lassen sich nicht mehr öffnen.“


Mithilfe des Bezirksbudgets soll ermittelt werden, wie groß der Sanierungsbedarf ist. Ratsherr Tillmann schätzt diesen vorsichtig auf rund eine Million Euro ein – mindestens. Dass das aber gut angelegtes Geld sei, betonte Gickel. Der „Alte Bauhof“ und sein Ambiente seien einmalig. Das hätten Besucher aus anderen Städten immer wieder gesagt. „Es wäre schade, wenn alles verrotten würde.“

Der Zahn der Zeit: Das Dach der Kultur- und Begegnungsstätte „Alter Bauhof“ ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden.

Beantragung von Fördermitteln

Das findet auch Fraktionschef Janssen. Der Bauhof sei nicht nur Heimat für viele Vereine, Schulen und sonstige Gruppen. Er sei auch eine große Bereicherung für das kulturelle Leben in Herringen. Janssen hofft, dass spätestens bis zum Herbst verlässliche Zahlen vorliegen, wie groß der Sanierungsbedarf ist. Dann könnte man die ersten Mittel zum Doppelhaushalt 2022/23 anmelden. Das werde aber sicher nicht reichen, geht er davon aus, dass auch in den Haushaltsjahren danach Gelder für die Sanierung des „Alten Bauhofs“ zur Verfügung gestellt werden müssen.

Neben der Ermittlung des Sanierungsbedarfs ist der SPD auch die Prüfung und Beantragung von Fördermitteln durch die Stadt wichtig. Töpfe gebe es, so Tillmann, einige. So verwies er auf den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“. Bund und Länder unterstützten Kommunen dabei, Angebote der quartiersbezogenen Integration des sozialen Zusammenhalts zu schaffen und zu qualifizieren. Ein weiteres Förderprogramm des Bundes sei die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur. Ein Qualitätsmerkmal sei eine gute Einbindung in das städtische Umfeld, um eine entsprechende Aufwertung des Quartiers zu erreichen. Auch das Land habe verschiedene Programme geschaffen, mit deren Hilfe unter anderem der „Brokhof“ in Heessen saniert worden sei.

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