Schätzung des Statistischen Landesamts in Nordrhein-Westfalen

Der Trend setzt sich weiter fort: In Hamm kamen wieder weniger Kinder zur Welt

Geburtenrate
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Im Ruhrgebiet wird die Geburtenzahl in diesem Jahr mit 47.830 voraussichtlich um 0,8 Prozent niedriger ausfallen als ein Jahr zuvor.

Seit 2016, als mit 1788 die meisten Kinder in den vergangenen zehn Jahren zur Welt kamen, sinkt die Geburtenanzahl in Hamm – auch im Jahr 2020.

Hamm – Rund 1650 Kinder sind im vergangenen Jahr in Hamm zur Welt gekommen. Diese Schätzung gab Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt jetzt heraus. Damit gab es 2020 in der Lippestadt 2,5 Prozent weniger Geburten als im Jahr zuvor (1 693). Die Zahl der Neugeborenen waren von 2011 (1403 Geburten) bis 2016 stetig gestiegen.

Insgesamt wurden nach einer Schätzung des Statistischen Landesamts in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 etwa 169.140 Kinder in Nordrhein-Westfalen geboren. Das sind rund 1250 oder 0,7 Prozent neugeborene Kinder weniger als im Jahr 2019 (damals: 170.391 Lebendgeborene).

Geburten-Schätzungen für das Jahr 2021 in den Kreisen und kreisfreien Städten

Für 32 Kreise und kreisfreie Städte erwarten die Statistiker für das gerade zu Ende gegangene Jahr niedrigere Geburtenzahlen als ein Jahr zuvor; in 14 Kreisen und sechs kreisfreien Städten wird ein Anstieg der Zahl der Neugeborenen erwartet.

Den höchsten Zuwachs prognostizieren die Statistiker für den Kreis Höxter (+8,2 Prozent) sowie für Mönchengladbach und den Kreis Coesfeld (beide +5,4 Prozent) – die höchsten Rückgänge soll es in Krefeld (-6,4 Prozent) und Köln (-5,5 Prozent) geben. Im Ruhrgebiet wird die Geburtenzahl mit 47.830 voraussichtlich um 0,8 Prozent niedriger ausfallen als ein Jahr zuvor.

In Münster kamen im vergangenen Jahr 3070 Kinder zur Welt (-0,3 Prozent), in Dortmund waren es 5820 Geburten (-0,8 Prozent)

Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt eines Kindes ist im Jahr 2019 in Hamm auf über 30 Jahre gestiegen. Als die Hammerin Klaudie Schrutek (41) im August 2020 ihren kleinen Sohn Alexander nach einer Kaiserschnittgeburt im Ahlener St.-Franziskus-Hospital endlich in den Armen hält, glaubt sie, dass das Schlimmste vorbei ist. Tatsächlich steht die frischgebackene Mutter am Anfang einer Ämter-Odyssee.

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