Weichen weitgehend gestellt

Der Teufel steckt im Detail: Verhandlungen für zwei Bauprojekte in der City laufen

Außenansicht mit Eingang und „runder Ecke“: So soll studentisches Wohnen an der Friedrichstraße und Neuen Bahnhofstraße einmal aussehen.
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Außenansicht mit Eingang und „runder Ecke“: So soll studentisches Wohnen an der Friedrichstraße und Neuen Bahnhofstraße einmal aussehen.

Mit dem Baustart und der Grundsteinlegung für die „Kleist-Residenz“ an der Bahnhofstraße 29 (ehemals „Kipp’n in“) ist der erste von mehreren Schritten für eine weitreichende Umgestaltung der Bahnhofstraße und des Hauptbahnhofs gemacht.

Hamm-Mitte – Im Hintergrund laufen jetzt Verhandlungen für zwei weitere stadtprägende Baumaßnahmen, an denen ebenfalls die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) entscheidend beteiligt ist. In beiden Fällen hakt es noch an Details.

An der Ecke Neue Bahnhofstraße/Friedrichstraße plant das Architekturbüro Planconcept Nachtigall studentisches Wohnen. Vorgesehen ist ein fünfgeschossiger Komplex plus Dachterrasse und -pavillon. Äußerlich markant ist das Gebäude durch seine Rundung an der Einmündung zur Friedrichstraße.

Studenten-Wohnheim: Noch kein Bauantrag gestellt

Die SEG hatte sich den Großteil der Flächen gesichert, um alle Optionen der Stadtentwicklung in der Hand zu behalten. Jetzt ist ausgerechnet durch die Grundstücksverhältnisse etwas Sand ins Getriebe geraten. Die Stadt muss noch Einigung mit einem anderen Eigentümer erzielen, dem eine für die Erschließung benötigte, wesentlich kleinere Parzelle gehört.

Das sei bisher noch nicht gelungen, sagt Stadtsprecher Tom Herberg. Man sei aber zuversichtlich. Ein Termin für einen Baubeginn sei daher im Moment eher spekulativ. Ehe nicht Einigung über die Grundstücksangelegenheiten erzielt sei, könne auch kein Bauantrag gestellt werden. Bei dem neuen Komplex handelt es sich in Teilen um öffentlich geförderten Wohnraum.

Offene Fragen beim geplanten Bürokomplex

Um Details, allerdings anderer Art, geht es auch bei dem geplanten Bürokomplex gut 100 Meter entfernt hinter dem B&B-Hotel. Hier will ein Investor Büros für die Autobahngesellschaft des Bundes bauen. Auch diese Fläche hatte die SEG gekauft und aufwendig aus einem internationalen Immobilienfonds herausgelöst, um die Zügel selbst in der Hand zu behalten.

Hier entstehen Büros für die Autobahngesellschaft: Der Grünstreifen hinter dem B&B Hotel (links) verschwindet und die Randbebauung schließt sich.

Die Vertragsverhandlungen liefen noch, so Herberg. Hier sei es Corona-bedingt zu Verzögerungen gekommen. In erster Linie gehe es noch um bauliche Fragen wie etwa die Raumausstattung, technische Ausstattung, Zuschnitte von Büros und Fragen der Außenarchitektur, über die noch verhandelt werde. Im Rathaus sei man allerdings optimistisch, dass es in diesem Jahr zu einem Abschluss komme. Ein notarieller Kaufvertrag mit der SEG sei geschlossen. Dieser werde rechtskräftig, sobald Investor und Autobahngesellschaft Einigung erzielt hätten. Weil hier schon Baurecht besteht, sind keine weiteren formalen Schritte erforderlich.

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