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Hammer Musiker Alex Fischer hat ersten „kleinLAUT“-Sampler produziert

Trotz Corona nicht untätig: Der Hammer Musiker Alex Fischer.
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Trotz Corona nicht untätig: Der Hammer Musiker Alex Fischer.

Was macht ein Musiker, der nicht auftreten kann? Klar, er geht ins Studio. Und vergisst Corona – fast zumindest. Alex Fischer, frei schaffender Musiker und Veranstalter aus Hamm, hat aus der Not eine Tugend gemacht und seine durch das Corona-bedingte Veranstaltungsverbot frei gewordene Zeit genutzt, um ein neues musikalisches Projekt zu starten.

Hamm - Der 29-Jährige hat 2015 gemeinsam mit Kumpel Dominik Brüchler unter dem Label „kleinLAUT“ ein Festival auf dem Gelände des Kulturreviers Radbod etabliert, das in diesem Jahr seine fünfte Auflage erleben soll. Fischer hat selbst zahlreiche Gigs gespielt und Konzerte ausgerichtet, gibt Musikunterricht und leitet musikalische Projekte. Jetzt hat er mit befreundeten Musikern den „kleinLAUT“-Sampler produziert, der am 28. März veröffentlicht werden soll.

Moment mal. Sampler? Physischer Tonträger im digitalen Zeitalter der Streamingdienste? „Ja“, sagt Fischer. „Das wird eine fertige CD.“ Zunächst wird die digital vertrieben – auf Streaming-Plattformen wie Spotify, Deezer, iTunes, Amazon music, Youtube music und als Download über Fischers Website.

Der kommerzielle Aspekt steht dabei nicht im Vordergrund. „Generell richtet sich das Angebot an Leute, die Bock haben, Musik zu machen, aber vielleicht nur mal einen Song und noch gar nicht mehr Material haben“, sagt Fischer. „Daher das Format, bei dem die Förderung junger Musiker im Vordergrund stand. Jeder Einzelne dieser Musiker sollte die Chance bekommen, Studioerfahrung zu sammeln.“ Die Idee, einen Sampler aus verschiedenen Stilrichtungen zu produzieren, reifte vor etwa einem Jahr. Und sie sollte Kollegen ansprechen, „die finanziell und zeitlich keine Kapazitäten für eine CD-Produktion haben oder einfach ein neues Genre ausprobieren möchten“, so Fischer.

An vielen der Tracks selbst beteiligt

Daran hatte der Hammer Musiker selbst ein großes Interesse, der an vielen der zwölf Songs auf dem „kleinLAUT“-Sampler beteiligt ist. „Ich mache ja selbst Musik“, erklärt Fischer, der seit 2015 in Bands unterwegs ist und mit seinem Projekt unter eigenem Namen ein Album sowie zwei EP‘s veröffentlicht hat. „Mit der Zeit sind bei mir einige instrumentale Songideen entstanden, die nicht in mein Projekt-Konzept passen, die aber zu schade sind, in der Schublade zu bleiben. Und ich habe mir gedacht, das Problem haben bestimmt noch andere. So entstand die Idee, einen Sampler aus den ‘Resten‘ zu schustern.“

Also wurden befreundete Bands aus der Region, wie „One Final Fight“ und „Effektief“, mit ins Boot geholt, die Songs beisteuerten. Fischer selbst stellte einige seiner Entwürfe zur Verfügung, um Nachwuchskünstlern die Basis zu geben, ihre Textideen gesanglich zu verwirklichen. „Wir haben viel Energie in die Sachen reingesteckt“, sagt der Musiker. „Und im Studio sind witzige Sachen dabei herausgekommen, teilweise auch Fehler, die wir dann im Song gelassen haben, weil es gut klang.“

Projekt besteht aus zwölf Songs unterschiedlicher Genres

Das Projekt umfasst in seiner endgültigen Version zwölf Songs unterschiedlichster Klangfarbe. Ein Stilmix von Punk über Pop, Indie, Rap bis Metal. „Wir wollten eine bunte musikalische Tüte der Region anbieten – wie bei unserem Festival auch“, betont Fischer, der Teile des Geldes für die 3 500 Euro teure Produktion über das Projekt create-music NRW generiert hat – ein Musik-Netzwerk, das unter der Trägerschaft des Landesmusikrat NRW steht und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kulturstiftung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und dem Landschaftsverband Rheinland gefördert wird. So entstanden für die teilnehmenden Künstler keine Eigenkosten.

Die Songs wurden im „Everlasting Audio“ Studio in Oelde aufgenommen. Ohne Druck. Denn die Zeit im Aufnahmeraum war nicht an finanzielle Stunden- oder Tagestarife gebunden. Fischer, der eng mit dem Studio zusammenarbeitet, hatte eine Pauschale vereinbart. Entsprechend zog sich das Recording der zwölf Tracks in lockeren Sessions fast über das gesamte Jahr 2020 und bot so genügend Zeit für die Ausarbeitung der Ideen.

Bevor das komplette Werk am 28. März freigeschaltet wird, werden vier Tracks aus verschiedenen musikalischen Genres im Acht-Tage-Zyklus vorab veröffentlicht. Den Anfang macht am 24. Februar der Song „Regen“, eine Nummer aus der Sparte Pop/Rock. Es folgen weitere Singles am 4. März (Metal), 12. März (Punk) und 20. März (Rap/Alternative).

Info zum Sampler: Sie wirkten mit

Auf der CD zu hören sind Pascal Böttger (Hamm), Alex Fischer (Hamm), Melissa Wlochinski (Hamm), Leo Petri (Bergkamen), Tim König (Werne), Chris Demant (Lünen), Fabienne Flessenkemper (Hamm), Fabian Dassler (Ahlen), Lina Braust (Hamm), Hendrik Perlbach und Marvin Drewer (Ahlen). Mit dabei sind auch Bands/Instrumentals: SoundDefekt, Effektief, One Final Fight, Good Day Theory, Alex Fischer und Pluspol, Lets Play Music (Musikprojekt aus Ahlen).

Ab dem 28. März ist die CD im Internet unter www.alexfischer-entertainment.de/kleinlaut zum Download verfügbar.

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