Er wollte dem Kumpel aus Bönen nacheifern

Den eigenen Chef bestohlen: 25-jähriger Hammer verurteilt

Gerichtsurteil Gericht Urteil Justiz Hamm Symbolbild
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Weil er seinem Bönener Kumpel nacheifern wollte, wurde ein junge Mann aus Hamm verureilt.

Sein Kumpel aus Bönen fuhr einen schicken Wagen und hatte stets reichlich Geld. Das wollte ein 25-jähriger Mann aus Hamm auch, nahm sich den „Freund“ zum Vorbild und bestahl seinen Arbeitgeber.

Hamm/Bönen/Unna – Für den Verkauf der Beute war dann wiederum der Bekannte aus Bönen zuständig. Das Nacheifern kam den jungen Mann aus Hamm nun teuer zu stehen.

Bei zwei Gelegenheiten im März und April 2020 griff der 25-Jährige in seinem Ausbildungsbetrieb in Hamm zu, ließ aus dem Lager Akkubohrschrauber, Bitsets und Winkelschleifer verschwinden. Der Schaden belief sich auf mehrere hundert Euro. Das Diebesgut verkaufte der gesondert verfolgte Kumpel aus Bönen dann über Ebay und den Gewinn teilten die Freunde.

Vor dem Unnaer Amtsgericht zeigte sich der 25-Jährige jetzt sofort geständig und beteuerte: „Es tut mir leid.“ Er habe sich von dem Bekannten blenden lassen. „Ich wollte so sein wie er“, erklärte er und fügte hinzu, dass er damals auch Drogen konsumiert habe. Generell sah er ein: „Das war der größte Fehler meines Lebens.“

Er habe sich falsche Vorbilder gesucht, habe aber eingesehen, dass das die grundsätzlich falsche Entscheidung gewesen sei, kommentierte der Richter und verurteilte den jungen Hammer wegen Diebstahls in zwei Fällen zu 1800 Euro Geldstrafe. - sam

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