Defekte Zugtür bereitet Rollstuhlfahrer Probleme 

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Ein Triebwagen der Eurobahn.

Hamm/Drensteinfurt - Wegen einer defekten Tür kam ein Fahrgast im Rollstuhl nicht alleine aus einem Regionalzug der Eurobahn heraus. Andere Fahrgäste kamen zur Hilfe. 

Wer mit seinem Rollstuhl in den Zug hineingelangt, kommt manchmal nicht so einfach wieder heraus. So ist es zumindest einen Fahrgast der Eurobahn aus Drensteinfurt ergangen, der wegen einer defekten Tür bereits mehrmals Probleme hatte, den Zug wie vorgesehen in Hamm wieder zu verlassen. In einem Fall musste er bis nach Bielefeld fahren.

Der 19-Jährige fährt regelmäßig von Drensteinfurt zur Physiotherapie nach Hamm. Er kann ein paar Schritte laufen, ist aber auf den Rollstuhl angewiesen. So auch Anfang Januar, als er in eine Regionalbahn der Eurobahn eingestiegen war und sofort erkannte, dass er nun ein Problem haben würde: Die gegenüberliegende Tür war als defekt gekennzeichnet.

Und um mit dem Rollstuhl zur nächsten Tür zu rollen, ist der Gang zwischen den Sitzen zu schmal. Üblicherweise frage er in solchen Fällen den Zugbegleiter, und der könne die eigentlich defekte Tür dann doch nochmal öffnen. Jüngst habe die Zugbegleiterin ebenfalls Hilfe versprochen, sei dann aber verschwunden. Andere Fahrgäste hätten seien Rollstuhl in Hamm dann zur nächsten funktionierenden Tür getragen, er selbst habe sich an den Sitzen entlang dorthin gehangelt.

Doch wenn niemand hilft? In einem Fall habe er bis Bielefeld fahren müssen, um aus dem Zug zu kommen. Bei der Eurobahn will man den Fall jetzt prüfen und deshalb zunächst keine Stellung nehmen. Ein Sprecher des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL) betonte, dass den Fahrgästen durch das Unternehmen geholfen werden müsse. Es handele sich aber um kein spezifisches Eurobahn-Problem, es trete auch bei andern Unternehmen auf.

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