Dasmarkt ist erster Integrationsbetrieb in Hamm

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Ein elfköpfiges Team steht für die Kunden des neuen Dasmarktes bereit. Lobende Worte gab es unter anderem von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.

HEESSEN - Mit vielen aufmunternden und lobenden Worten sowie dem Segen des Kolping-Diözesanpräses, Ansgar Wiemers, wurde gestern der Dasmarkt am Dasbecker Markt eröffnet. Er ist das erste Integrationsunternehmen in Hamm. Fünf Menschen mit Behinderung arbeiten in dem elfköpfigen Team.

Treibende Kraft hinter diesem Projekt ist Dr. Wilm Schulte, Vorsitzender des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte (VKM). Zusammen mit dem Kolpingwerk gründete der VKM eine Gesellschaft zum Betrieb des Supermarktes. Der Geschäftsführer des Kolping Berufsförderungszentrums Hamm, Gottfried Schulz moderierte die Eröffnung, zu der neben Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann die Vertreter zahlreicher Kooperationspartner gekommen waren. Es sei ein Vollsortimentsladen, in dem man alles für den täglichen Bedarf bekomme, so Schulz. Er dankte der Rewe Dortmund, die das Projekt mit geplant hat, und er stellte das elfköpfige Team unter der Leitung von Wolfgang Strohmann vor.

Fröhlichen Optimismus versprühte Schulte in seiner Eröffnungsrede. Seit mehr als sieben Jahren beschäftige ihn das Thema, berichtete er über die Anfänge des Projektes. Alle 36 Personen, die von der Idee bis zur Eröffnung des Dasmarktes besonders wichtig waren, stellte er mit einigen Worten vor.

Besonders dankte er dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL), der Aktion Mensch und der Stiftung Wohlfahrtspflege, die das Projekt durch ihre Fördergelder erst ermöglicht hatten. Auch den Sponsoren Sparkasse Hamm, Stadtwerke Hamm und Rewe sprach er einen Dank aus.

Aus zwei Gründen sei dies ein toller Tag, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Es sei der erste Markt in Hamm, in dem Menschen mit Handicap eingestellt worden seien. Und am Dasbecker Markt habe sich einiges getan. Die Pfingstgemeinde habe das Gemeindezentrum übernommen, die Johanniter-Kita sei errichtet worden und jetzt gebe es den Dasmarkt. Er räumte ein, immer etwas skeptisch gewesen zu sein. Diesmal habe das Projekt Integrationsbetrieb aber geklappt, weil alle Räder ineinander gegriffen hätten. Und er appellierte an die Bevölkerung jetzt auch im Dasmarkt einzukaufen, damit er langfristig eine Zukunft habe.

Grußworte der Rewe Dortmund überbrachte dessen Vorstandsprecher, Heinz-Bert Zander. Der Dasmarkt sei ein Muster, um zu erproben, ob solch ein Projekt funktioniere und von der Bevölkerung angenommen werde. Er könne sich vorstellen, dass die Bevölkerung mit den Füßen für den Dasmarkt abstimme.

Dem pflichtete Michael Radau, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Münsterland und Präsident des Handelsverbandes NRW, bei. Der Markt habe eine Chance, weil es Begriffe gebe, die mehr und mehr nachgefragt würden. Dazu gehöre auch „soziale Verantwortung“. Es wäre schön, wenn ein Mustermarkt entstünde, dessen Konzept auch an anderer Stelle zum Tragen komme.

Mit harten Zahlen untermauerte Michael Schneider vom LWL-Integrationsamt diesen Optimismus. Der Dasmarkt sei der erste Integrationsmarkt in Hamm, aber der zehnte in Westfalen. In ganz Westfalen-Lippe gebe es bereits 150. Der erste sei im Jahr 2005 entstanden, und er existiere heute noch.   - jim

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