Das „Phantom-Projekt“ wird Realität

Das ist der Zeitplan für den Haltepunkt Westtünnen

So soll der Haltepunkt in Westtünnen aussehen.
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So soll der Haltepunkt in Westtünnen aussehen.

Westtünnen – Der Lippeverband hat seine Arbeiten auf und unter der Von-Thünen-Straße vor Weihnachten abgeschlossen. Die Baustelle gilt als sichtbarer Auftakt der Arbeiten für den neuen Bahnhaltepunkt, der in etwa auf der Rückseite der Geschäftszeile mit Tintenfaß, Tünner Grill und Dördelmann entstehen soll. Nach jahrzehntelanger Planung wird das Projekt nun immer konkreter. Schon bald soll eine Ausschreibung erfolgen können. Wir schildern, wie die Arbeiten nun weitergehen.

Kanalarbeiten

Wie auf der Grünfläche zwischen dem Haus Von Thünen und der Zahnarztpraxis von Dr. Ferstl (ehemalige Volksbank) zu sehen ist, hat die Baufirma noch nicht alle Materialien und Geräte aus Westtünnen abgezogen. Das hat auch einen guten Grund. Denn voraussichtlich Ende des Monats – immer vorausgesetzt, die Witterung spielt mit – wird der Lippeverband weitere Kanalbaumaßnahmen folgen lassen. Der Straßenverkehr wird davon aber nicht wieder betroffen sein. Es werden auf etwa 100 Meter Länge Mischwasserkanäle neu verlegt, und zwar im Bereich des Grabens, der neben der Bäckerei in Richtung Bahnlinie verläuft. Durch diese Rohre solle in Zukunft das diesseits der Bahnlinie anfallende Oberflächenwasser im Bereich des Haltepunktes und des geplanten Park-and-Ride-Parkplatzes abgeleitet werden, erklärt eine Sprecherin des Lippeverbandes. Die anliegenden Häuser werden zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls neu an diesen Kanal angeschlossen, sagt sie. Für die Arbeiten dieses 100 Meter langen Kanals rechnet der Lippeverband etwa 25 Arbeitstage ein.

Ausschreibung

Damit sind die Baumaßnahmen in diesem Bereich vorerst beendet. Im Hintergrund nimmt die Realisierung des Bahnhaltepunktes aber gleichzeitig immer konkretere Formen an. Die Stadt Hamm befinde sich derzeit in enger Abstimmung mit der Bahn und den weiteren Beteiligten, wie zum Beispiel Planungsbüros, um die Ausschreibung der Arbeiten für den Haltepunkt auf den Weg zu bringen, teilte ein Verwaltungssprecher auf Anfrage mit. Und wie akut das Projekt nach rund 40-jähriger Vorbereitung und Planung aktuell ist, fügte der Stadtsprecher im nächsten Satz hinzu: „Ziel ist, die Ausschreibung möglichst noch bis Ende des ersten Quartals auf den Weg zu bringen.“ Soll heißen: Noch in diesem Jahr werden Nägel mit Köpfen gemacht, der Bahnhaltepunkt in Westtünnen ist längst kein Phantom mehr. Laut Untersuchungen von „DB Station und Service“ würden durch den Haltepunkt täglich 1000 Fahrgäste in Westtünnen ein- und aussteigen, ein Gutteil davon würde neu hinzugewonnen, also „von der Straße geholt“.

Sperrpause

Ende 2021, Anfang 2022 ist die Sperrpause für die Strecke Hamm-Soest eingetragen. In dieser Zeit sollen die größten Arbeiten für den Haltepunkt über die Bühne gehen. Die genauen zeitlichen Abläufe kann die Stadt Hamm erst festsetzen, wenn die Ausschreibung der Arbeiten erfolgreich durchgeführt worden ist. Zuletzt ging die Verwaltung von einer Vollsperrung der Strecke über elf Tage aus. Aber auch die Verringerung der Zuggeschwindigkeit im Baustellenbereich wirft den Fahrplan leicht durcheinander, so dass eine Sperrpause erforderlich ist.

Straßenarbeiten

Die weiteren Straßenbaumaßnahmen rund um den Bahnhof werden sich erst an den Bau des Haltepunktes anschließen, erklärte ein Stadtsprecher. Gemeint ist unter anderem die Verlegung des Südfeldwegs. Er wird dann aus Rhynern kommend im Kreuzungsbereich zur Verdistraße in einer leichten Linkskurve in Richtung Haltepunkt und unter der Bahnlinie hindurch geführt, ehe er im Bereich der jetzigen Bushaltestelle durch den neuen Kreisverkehr auf die Von-Thünen-Straße trifft. Auf der gegenüberliegenden Seite des Kreisverkehrs trifft dann die Verlängerung der Dambergstraße auf die Von-Thünen-Straße.

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