Die ungewohnte Bühne: Josée Hempel tanzt sich beim DAK-Dance-Contest digital in den Vordergrund

Hip-Hop ist ihre Leidenschaft: Josée Hempel strebt den Sieg beim DAK-Dance-Contest an.
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Hip-Hop ist ihre Leidenschaft: Josée Hempel strebt den Sieg beim DAK-Dance-Contest an.

Tanzen war schon früh eine ihrer größten Leidenschaften, besonders der Hip-Hop hatte es Josée Hempel angetan. Da in diesem Jahr alle Tanzmeisterschaften ausfallen, nimmt die Hammerin beim DAK-Dance-Contest teil. Zum ersten Mal. Und sehr aussichtsreich.

Hamm – Eigentlich würde sie in diesem Jahr wiederholt auf Meisterschaften antreten, 2018 setzte sich Josée Hempel sogar gegen alle anderen in ihrer Altersklasse durch und wurde Weltmeisterin im Hip-Hop. Als kleinen Ausgleich nimmt sie am DAK-Dance-Contest teil. „Für mich war das die perfekte Gelegenheit, mich zu bewegen und zu zeigen, was ich kann“, sagt Josée Hempel. Den Regionalsieg für NRW hat sich die heute 17-Jährige für die Gruppe der Young Teens bereits gesichert. Ob sie auch Bundessiegerin wird, steht noch aus.

Über 1000 Tanzvideos sind für die zehnte Auflage des DAK-Wettbewerbs eingegangen. Sie wurden zwischen Kids (7 bis 11 Jahre), Young Teens (12 bis 16 Jahre) und Teens (ab 17 Jahre) unterteilt. Die Hip-Hop-Tänzerin Josée Hempel ist eine der zwölf 12 Bewerber aus Nordrhein-Westfalen. Insgesamt schickten vier junge Tänzer aus Hamm ihre Videos ein.

Online-Voting bis zum 31.Juli

Für die Abstimmung zum Bundessieger haben sich insgesamt 27 Tänzer aus neun Regionen qualifiziert. Bis zum 31.Juli ist die Online-Abstimmung hier auf der DAK-Internetseite noch geöffnet. Anfang August soll bekannt gegeben werden, wer der Bundessieger 2020 ist.

Bereits als Kind entdeckte Josée Hempel die Leidenschaft fürs Tanzen. Besonders im Freestyle und Battle geht die Hammerin richtig auf: „Ich kann dabei ganz frei sein und machen was ich will. Ich improvisiere und trete damit gerne gegen andere Tänzer an.“ Egal wie oft die Schülerin zu einem Lied tanzt, jedes Mal entsteht ein anderes Produkt. „Beim Tanzen schaltet der Kopf einfach aus und ich kann mich frei zur Musik bewegen“, sagt Josée Hempel.

Tanzen als Lebenseinstellung

Schon früh war klar, dass das Tanzen für die gebürtige Hammerin eine große Rolle in ihrem Leben spielen wird. Sie trainierte viele Stunden in ihrem Zimmer, versuchte Tanzfiguren zu perfektionieren und sich selbst immer wieder herauszufordern. „Irgendwann war mir klar, dass wir für Josée eine Tanzschule suchen mussten“, erklärt Mutter Rebekka Hempel. Ihre Tochter sei schon immer sehr Ehrgeizig im Sport gewesen, „ihr Können stellt sie aber selbst noch heute unter den Scheffel.“ Im T&L Dancestudio im Hammer Westen fand Josée Hempel vor fünf Jahren eine Tanzschule, die ihr Talent fördere.

Mittlerweile trainiert die 17-Jährige mehrfach in der Woche in der Tanzschule und zuhause. Zudem besucht sie regelmäßig das Fitnessstudio. Beim Hip-Hop freestyle braucht es mehr, als nur Tanzschritte. „Wer gut sein will, muss nicht nur Grundschritte beherrschen, sondern auch Körperspannung, Ausdauer, Kraft und Rhythmus“, erklärt Josée Hempel.

Josée Hempel wurde bereits Weltmeisterin im Hop-Hop.

Erfolge und Pläne

Das harte Training macht sich bemerkbar. 2016 war die Hammerin Vize-Deutsche Meisterin im Hip-Hop, zwei Jahre später holte sie sich den Weltmeistertitel und auch 2019 qualifizierte sie sich für die Weltmeisterschaft. Im Jahr 2020 wird sie um keine weitere Weltmeisterschaft kämpfen können, denn wegen Corona fallen alle Turniere aus. Als kleinen Ausgleich hat sich die Hammerin deshalb bei der Challenge der Krankenkasse beworben.

Es sei laut Josée Hempel schon komisch an einem Wettbewerb teilzunehmen, der nur digital stattfindet. „Es fehlt ein bisschen die Stimmung und die Auftritte auf der Bühne. Es ist einfach etwas anderes, wenn man sich nicht persönlich treffen kann“, so die 17-Jährige. Dennoch würde sie wieder an der Online-Variante der DAK teilnehmen: „Bei diesem Wettbewerb kommen viele unterschiedliche Tanzstile zusammen. Das inspiriert mich zu neuen Bewegungen.“ Zu gewinnen gibt es übrigens einen professionellen Videodreh.

Mit etwas Glück wird die Hammerin im Herbst im Fernsehen zu sehen sein, denn sie hat sich hier bei der RTL-Casting-Show „Das Supertalent“ beworben und hofft auch dort auf ein Weiterkommen.

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